Tödlicher Bikerausflug Autofahrerin nimmt Biker beim Ausparken die Vorfahrt: tot

AZ Lokalredaktion, 23.07.2012 16:24 Uhr

Autofahrerin biegt von Parkplatz auf Straße ein.  47-Jähriger aus Kempten kann nicht mehr ausweichen und kracht in den Kleinwagen

Kempten/Nesselwängle - Ralf W. wollte das schöne Wetter am Sonntag ausnützen. Mit seiner Maschine brach der 47-Jährige aus Kempten in Richtung Tirol auf. Doch in Nesselwängle nahm ihm eine Autofahrerin die Vorfahrt. Ralf W. erlag noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen.

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So kam es zum Unglück: Eine 57-Jährige aus dem Landkreis Garmisch Partenkirchen fuhr am Sonntagabend gegen 18 Uhr mit ihrem Opel Corsa von einem Parkplatz auf die Bundesstraße. Zur selben Zeit war Ralf W. auf seiner Maschine auf der Tannheimer Straße in Richtung Norden unterwegs. Plötzlich tauchte vor dem Biker der dunkle Kleinwagen auf. Ralf W. versuchte eine Gefahrenbremsung, wollte ausweichen. Doch es war zu spät. Der 47-Jährige krachte mit seiner schweren Rennmaschine frontal in die linke Seite des Kleinwagens.


Der Biker wurde bei dem Zusammenstoß derart schwer verletzt, dass er noch an der Unfallstelle verstarb.


Die Autofahrerin blieb unverletzt. Sie erlitt einen Schock und wird von Psychologen des Kriseninterventionsteams betreut.

Der Opel Corsa und das Motorrad sind Totalschäden.

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Kommentare (3)
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JUL
25
Mathias, 19:18 Uhr

Automatismus?

Der Kommentar von 'GPM' ist ein Automatismus, der bei manchen Zeitgenossen einsetzt, wenn sie von Motorradunfällen hören: Ist bestimmt zu schnell gefahren, selbst Schuld. Wer 'tagtäglich auf der Straße unterwegs ist' und dann auch noch aufmerksam schaut, bemerkt mit Schrecken, wie viele Autofahrer völlig unaufmerksam und abgelenkt im Verkehr unterwegs sind. Die nehmen den Tod anderer in Kauf. Und wenn es dann kracht und der Autofahrer wieder mal zwei Halbwaisen zu verantworten hat, heißt es wie immer 'Der Biker war bestimmt zu schnell - selbst Schuld'. Ganz einfach. Hier fuhr eine Frau ihr Auto vom Parkplatz auf die Landstraße und war nicht bereit, sich die Mühe zu machen, vorher zu prüfen, ob sie jemanden gefährdet. Vielleicht telefonierte sie ja gerade - ganz locker und entspannt. Ich hoffe, dass sie den Rest ihres Lebens gelegentlich daran denkt, was sie da gemacht hat. So wie die beiden Kinder ihres Opfers den Rest ihres Lebens an ihren Papa denken werden, der sein Leben für die entspannte Unachtsamkeit der Frau lassen durfte. Vermutlich aber wird sie sich schnell trösten mit dem Gedanken: 'Der Biker war bstimmt zu schnell - selbst Schuld'.

JUL
23
GPM, 20:27 Uhr

Bikerfahrer tot

Da kann nur noch ein Zeuge der Autofahrerin helfen. Wie schnell fuhr denn der Biker? Wer tagtäglich auf der Strasse unterwegs ist weiß, daß für die meisten Biker das Einhalten der Geschwindigkeitsregeln kaum gilt. Und dann können sie ja auch nicht mehr rechtzeitig bremsen, weil sie zu schnell sind, rutschen sie mit dem Hinterrad weg - und dann krachts!

JUL
23
ducati, 20:06 Uhr

was hatte er auch auf einer normalen straße zu suchen!

Bitte noch den Hinweis hinzufügen, dass man mit einer Rennmaschine nicht im normalen Straßenverkehr unterwegs sein darf. (Falls es keine Rennmaschine war,ist die dümmliche Verwendung dieses Wort dazu geeignet, den armen Mann zu verunglimpfen, weil suggeriert wird, er sei 'wie in einem Renne' unterwegs gewesen!)