Todesfall in München Silvia Seidel: Stille Beisetzung in Grünwald

AZ, 09.08.2012 07:10 Uhr

Keine Promis, keine Fans: Die Schauspielerin, die sich mit nur 42 Jahren das Leben nahm, soll ihre letzte Ruhe im Familiengrab der Eltern finden.

München - Keine Promis, keine Fans vergangener Tage: Ihren letzten Weg wird Silvia Seidel ohne Öffentlichkeit gehen. Die Münchner Schauspielerin soll in aller Stille beigesetzt werden. Das wünschen sich die Angehörigen und baten gleichzeitig um Diskretion.

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Am Grünwalder Friedhof wird die Beisetzung stattfinden – das kleine Urnengrab der Eltern wurde bereits geräumt, es soll ein neuer Platz für die ganze Familie gefunden werden.

Die Seidels hatten früher in Grünwald gewohnt – eine glückliche Familie waren sie nicht, schon Silvias Kindheit war schwierig. Das Verhältnis zum Vater war immer kompliziert gewesen, manche beschreiben ihn als sehr dominant. An ihrer Mutter hatte die Schauspielerin sehr gehangen. Sie litt wie später ihre Tochter unter Depressionen und nahm sich 1992 das Leben. Silvia Seidel hat dazu einmal gesagt: „Als ich meine Mutter verlor, bekam ich Angst vor dem Leben.“ Vor vier Jahren war auch der Vater gestorben.

Der Erfinder ihrer ersten Rolle „Anna“, Autor Justus Pfaue, erinnert sich an seine Hauptdarstellerin als Menschen, der weder am Filmset noch im Leben je Ellenbogen eingesetzt hat. „Silvia gab mehr Liebe, als sie annehmen konnte“, schreibt Pfaue in einem in der Berliner „B.Z.“ veröffentlichten Nachruf. Seidel sei liebenswert, filigran und nie arrogant gewesen. Er räumt aber auch mit dem Klischee auf, Seidel hätte nach „Anna“ keine Rollen mehr bekommen. „Sie bekam ja ständig Angebote. Aber Silvia hatte immer Angst, mit einer Rolle ihre Karriere zerstören zu können. Und im Zweifelsfall vertraute sie den Falschen“, schreibt er.

In späteren Jahren, so erinnern sich Weggefährten, hat sie wegen ihrer Depressionen immer wieder Rollen absagen müssen. Eigentlich hätte sie ab nächsten Montag für ein Theaterstück proben sollen. Stattdessen hatte sich Seidel in ihrer Münchner Wohnung mit nur 42 Jahren das Leben genommen.

 

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Kommentare (8)
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AUG
12
betroffener, 22:32 Uhr

silvia

ich durfte silvia 3mal persönlich näher sehen als mit ihren vater ihre mutter in der klinik besucht hat.da ich selbst patient in dieser klinik war habe ich ihre mutter dadurch näher kennengelernt.ihre mutter war mächtig stolz auf silvia.das kann ich mit guten gewissen schreiben.alle anderen dinge privater natur der familie seidel gehören hier nicht rein.da ich selber betroffener war und bin sehe ich manche dinge anders als sie in vielen beträgen beschrieben werden.ich hatte das glück die kurve zu kriegen.es hätte aber auch nach hinten los gehen können.dessen bin ich mir voll bewusst.diese krankheit kann jeden treffen egal ob prominent oder nicht. und diese krankheit ist auch nicht einfach zu behandeln. ich behaupte sogar das silvia eine tapfere frau war und dagegen angekämpft hat.diesen kampf hat sie leider verloren. für mich überhaupt nicht nachvollziebar wie man einen kranken menschen mit alkohol zufüllen kann wenn man weis das dieser unter schwerer medikamentation steht.wenn ich diese berichte lese kriege ich die krise.hat mit freundschaft hat das nicht das geringste zu tun (Stammkneipe) RIP liebe Silvia

AUG
09
Freierchrist, 16:06 Uhr

...von wegen, am Thema vorbei...

Im Fernsehen - immer diesselben Gesichter. Neubauer, Ferres u. Co. Silvia Seidel hatte keine Chance, genau so wenig, wie die Nachwuchschauspieler-/innen. Lies Bericht: http://www.welt.de/vermischtes/article108555694/Leider-kein-Geld-aber-dafuer-lecker-Catering.html

AUG
09
ZDF, 16:03 Uhr

@Franziska

Ist das das einzige was sie an dem Bericht bewegt,?wie Armselig ist den ihr Kommentar!!! Traurig traurig

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