Tipps und Tricks für Gartenbau Gemüseanbau im eigenen Garten: Darauf kommt es an

Urban Gardening: Der gemeinsame Anbau auf öffentlichen Grünflächen erfreut sich in vielen Städten großer Beliebtheit. Foto: dpa

Den Lebensmittelskandalen entfliehen und den Anbau von Obst und Gemüse selbst in die Hand nehmen, das erinnert nicht nur nostalgisch an frühere Zeiten, sondern trägt auch zur gesünderen Ernährung bei.

München - Ein Garten kann nicht nur ästhetisch gestaltet sein, sondern auch sinnvoll genutzt werden: als Schattenplatz im Sommer, als Grillstelle, als Rückzugsort und auch, um Obst und Gemüse anzubauen. Ein Minimum an Planung erleichtert die Pflege ungemein.

Wie viel Platz soll aufgewendet werden? Ferner Zeit ist ein legitimierender Faktor bei der Gartenarbeit. Die meisten Pflanzen schätzen lockere Erde ohne viel Unkraut. Pflanzensorten und deren bevorzugtes Milieu müssen genauestens ausgesucht werden, um einen Ernteerfolg verzeichnen zu können. Wie sind die Lichtverhältnisse, welche Erde ist konvenabel und wie viel Raum benötigen die Samen oder Setzlinge, um gut zu gedeihen? Durch eine intelligente Aussaat ist eine Ernte von Frühjahr bis Spätherbst bei einigen Gemüse- und Obstpflanzen sowie Kräutern möglich.

Menschen mit Rückenbeschwerden können erwägen Hochbeete anzulegen, um sich weniger oft bücken zu müssen. Unter den Knien sorgt ein Kissen für höheren Arbeitskomfort beim Unkrautjäten und trittsichere Gartenschuhe für den nötigen Halt auf erdigem Boden. Bewegung kommt im Garten nicht zu kurz: Gießkannen tragen, harken, in die Knie gehen. Das hält fit und beweglich.

Je nach Allergieleiden können diese gelindert werden durch biologisches Düngen und alternative Insektizide, Pestizide oder Herbizide. Auch bestimmte Sorten sind besser verträglich als die im Supermarkt erhältlichen. Ist das Gemüse erst in Reichweite, steht es womöglich noch öfter auf dem Speiseplan und trägt zu einer abwechslungsreichen Ernährung bei.

Wer keinen eigenen Garten hat, kann, wie in vielen größeren Städten bereits möglich, eine öffentliche Anlage mit anderen bebauen. Gemeinsam wird geplant, eingepflanzt, gegossen, Unkraut gejätet und die Ernte eingefahren. Nicht selten verbunden mit einem kleinen Fest. Desgleichen wachsen auf Balkonen viele Pflanzen hervorragend. Es bereitet ein gutes Gefühl etwas mit zu gestalten, das wächst und gedeiht und später in der Küche verwertet wird. Kreativität beim Kochen und neue Rezepte bringen frischen Wind an den Esstisch.

Die kühle, trockene oder sandige Erde spüren, erdet und erinnert manch einen nostalgisch an vergangene Zeiten, in denen der häusliche Gemüseanbau noch selbstverständlich zum Alltag gehörte. Heute werden paradoxerweise fortwährend naturbelassene Produkte und fehlende Zusatzstoffe gekennzeichnet, anstatt lediglich Hinzugefügtes zu benennen.

Nahrungsmittel aus dem eigenen Garten sind ein wertvoller Beitrag zu einer gesunden Ernährung und müssen nicht länger exotisch bleiben.

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