Fliegen ist günstig — wenn man die wichtigsten Tipps beachtet

Tipp 1:
Frühzeitig buchen. Früh bedeutet mindestens acht Wochen vor Abflug, bei den klassischen Billigfliegern am besten sofort nach Freischaltung des Flugplans. Denn die in der Werbung angepriesenen Zwölf-Euro-Tickets gibt es zwar, aber sie sind ruck, zuck weg. Kurz vor dem Reisetermin gibt es dann häufig wieder Abschläge.

Tipp 2:
Preise vergleichen. Bei der Schnäppchenfahndung helfen Internet-Preissuchmaschinen. Am besten lässt man mehrere gegeneinander antreten, ermittelte die Stiftung Warentest. Sie nennt als beste Preissuchmaschinen www.billigflieger.de, www.momondo.de und www.swoodoo.de. Keine lag allerdings immer vorn. Meist etwas teurer als die Preissuchmaschinen seien Online- Reisebüros wie Expedia, Cheaptickets oder Opodo.

Tipp 3:
Jede Preisvergleich- Website hat ihre Stärken. Swoodoo.de etwa ermöglicht unscharfes Suchen – zum Beispiel von allen norddeutschen Flughäfen in die Karibik. Bei Kayak.com kann man sich per E-Mail-Preisalarm melden lassen, sobald Bewegung in den Preis eines ins Auge gefassten Flugs kommt. www.skyscanner.de berücksichtigt außer dem Preis auch die Flugdauer. Und Check24/flug listet den Preisverlauf für einen gesuchten Flug über den gesamten Monat.

Tipp 4:
Vor allem in Europa ist es zusätzlich sinnvoll, für die gewünschte Strecke alle Airlines zu recherchieren, die sie bedienen. Das gelingt über die Websites der beteiligten Flughäfen. Denn auch die beste Preissuchmaschine findet nicht jeden. Preisbrecher Ryanair etwa tut alles, um sich nicht vergleichen zu lassen, und versteckt seine Preise auf der Website hinter einem Sicherheitscode. Mit der Kenntnis aller Airlines auf einer Strecke wird das sogenannte Kombijetting möglich: Dabei kombiniert man den günstigsten Hinflug mit dem preiswertesten Rückflug. Mit Iberia hin, mit Air Berlin zurück, das drückt die Kosten leicht um 20 Prozent.

Tipp 5:
Was kostet’s bei der Fluggesellschaft direkt? Preisvergleich-Websites finanzieren sich, indem sie die günstigsten gefundenen Flüge selbst vermitteln. Dabei muss nicht der günstigste Preis herausspringen.

Tipp 6:
Manchmal sind Umwege günstiger. Kenner sparen mit zwei kombinierten Flügen bis zu 50 Prozent gegenüber dem Direktflug. Nachteil: Verpasst der Passagier einen Anschlussflug, hilft ihm niemand. Anders bei einem klassischen Linienflug mit Umsteigen. Wenn beide Strecken auf einem Ticket stehen, muss die Fluggesellschaft für die Ersatzbeförderung aufkommen. In jedem Fall sollte man viel Transferzeit einplanen.

Tipp 7:
Zusatzkosten vermeiden. Ausgehend von den Billigfliegern hat sich mittlerweile eine absurde Aufpreismentalität etabliert. Selbst fürs Zahlen muss man zahlen – bis zu 18 Euro nimmt Lufthansa für Buchungen per Kreditkarte. Gepäck ist ab dem zweiten Koffer überall aufpreispflichtig, also packt der Sparsame alles in einen Koffer und kontrolliert genau das zulässige Gewicht. Bei Billigfliegern wie Ryanair kostet allerdings bereits der erste Koffer mindestens 20 Euro.

Tipp 8:
Auch mit dem Ticket in der Tasche lässt sich noch sparen. Etwa auf dem Weg zum Flughafen, dahin fährt der Preisbewusste per Rail & Fly und spart sich sowohl das Auto als auch den teuren Parkplatz. Apropos Flughafenparkplatz: Im Internet gebucht kostet der oft nur die Hälfte.