Prozess in München Mutmaßlichen Islamisten drohen zehn Jahre Haft

, aktualisiert am 09.11.2017 - 15:01 Uhr
Justizkomplex: Das Gerichtsgebäude für das Amtsgericht, das Landgericht I und II in München, das Oberlandesgericht und die Staatsanwaltschaft in München. Foto: dpa

Vor dem Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts in München hat der Prozess gegen drei mutmaßliche Islamisten begonnen. Ihnen wird unter anderem der unerlaubte Besitz von Kriegswaffen vorgeworfen. Es drohen bis zu zehn Jahre Haft.

München - Drei mutmaßliche Islamisten müssen sich seit Donnerstag vor dem Oberlandesgericht München wegen Unterstützung einer Terrorgruppe in Syrien verantworten. Den Männern wird vorgeworfen, 2013 und 2014 die radikal-islamistische "Junud Al-Sham" mit Fahrzeuglieferungen unterstützt zu haben. Organisiert wurden die Transporte laut Anklage unter anderem aus Nürnberg.

Die Generalstaatsanwaltschaft legt den Angeklagten außerdem Verstöße gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz zur Last. Sie sollen bei einem Ausflug ins syrische Kriegsgebiet Kalaschnikows dabei gehabt haben. Die Männer wollten sich weder zu den Tatvorwürfen äußern noch dazu, woher sie sich kennen.

Ein Angeklagter ist in U-Haft

Die mutmaßlichen Terrorhelfer sind zwischen 30 und 38 Jahre alt. Zwei von ihnen stammen aus Bosnien-Herzegowina, einer der Angeklagten ist kosovarischer Staatsbürger. Einer der drei ist in U-Haft, die anderen sind auf freiem Fuß. Für den Prozess vor dem Staatsschutzsenat sind bis zum 25. Januar 2018 zunächst noch 21 Verhandlungstage angesetzt. Den Angeklagten drohen bis zu zehn Jahre Haft.

Im syrischen Bürgerkrieg bekämpfen sich seit Jahren verschiedene Akteure - darunter Truppen des syrischen Regimes, Rebellen und Milizen, wie der sogenannte Islamische Staat.

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