Tarifkonflikt eskaliert Streik bei Energie Südbayern: "Wir drehen das Gas nicht ab"

Streikkundgebung gestern in der Nymphenburger Straße. Foto: Daniel von Loeper

Die Streiks bei Energie Südbayern bekommen die Kunden trotzdem zu spüren.

Maxvorstadt - Ungefähr 300 Menschen demonstrierten am Montagmorgen im Schneetreiben an der Nymphenburger Straße. Der Grund: ein Warnstreik unter anderem bei der Energie Südbayern. Der Tarifkonflikt "eskaliert", hatte die Gewerkschaft Verdi schon zuvor angekündigt.

Kunden bekamen gestern tatsächlich schon den einen Tag Warnstreik zu spüren. "Wir drehen niemandem das Gas ab", betonte Martin Marcinek von Verdi zwar im Gespräch mit der AZ . Auch bei Notfällen, etwa wenn Gas austritt, sei dafür gesorgt, dass jemand komme. Aber anderen Störungen sei man gestern nicht nachgegangen, Neuabschlüsse blieben liegen. Auch noch in den nächsten Tagen ist deshalb mit Verzögerungen zu rechnen.

Und bei dem einen Tag Auszeit muss es ohnehin nicht bleiben. "So wie die Stimmung war, sind die Leute zu vielem bereit", sagte Verdi-Mann Marcinek.

Verdi fordert fünf Prozent mehr Lohn für die Beschäftigten und Auszubildenden rückwirkend zum September 2017 bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Arbeitgeber haben bisher für 2017 nur eine Einmalzahlung von 300 Euro angeboten. "Besonders, dass die Azubis für 2017 nichts bekommen sollen, fuchst viele", heißt es in einer Mitteilung von Verdi.

Klingt alles nicht, als würde es die Münchner Kunden nicht bald wieder treffen. Am Dienstag wird aber erstmal in Franken gestreikt.

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