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Suff-Fahrt in der U1 Betrunkener U-Bahnfahrer: Wird er jetzt gefeuert?

Rudolf Huber, vom 09.02.2012 08:00 Uhr
Betrunken hinterm Steuer: Auf einen 46-jährigen U-Bahnfahrer kommen jetzt erhebliche arbeitsrechtliche Konsequenzen zu. Foto: swm
Betrunken hinterm "Steuer": Auf einen 46-jährigen U-Bahnfahrer kommen jetzt erhebliche arbeitsrechtliche Konsequenzen zu. Foto: swm
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Was passiert jetzt mit dem 46-jährigen MVG-Mitarbeiter? Drei Fragen und drei Antworten zu den spektaulären Vorfällen in der U1.

Er hatte mindestens zwei Promille Alkohol im Blut - und fuhr eine U-Bahn durch die Stadt (AZ berichtete). Was passiert jetzt mit dem 46-jährigen MVG-Mitarbeiter?

Wer kann in München U-Bahnfahrer werden?

Man muss dazu mindestens 21 Jahre alt sein und neben einem Autoführerschein (Klasse B) auch über die gesundheitliche Eignung, über gute Deutschkenntnisse und „kundenorientiertes Auftreten” verfügen. Außerdem erforderlich: Ein polizeiliches Führungszeugnis, ein Auszug aus dem Verkehrszentralregister (maximal drei Punkte) und „gutes Reaktionsvermögen”.

Was können Fahrgäste tun, denen im Zug etwas komisch vorkommt?

„Als erster Schritt empfiehlt es sich immer, einen der im Zug befindlichen Notrufknöpfe zu betätigen, um den Fahrer der U-Bahn zu kontaktieren”, so MVG-Sprecherin Bettina Hess. „Im Zweifelsfall kann selbstverständlich auch der Nothalt gezogen werden; der Zug wird dann im nächsten Bahnhof automatisch an der Weiterfahrt gehindert. Zudem befinden sich Notruf-Einrichtungen an allen Bahnsteigen, über die das MVG-Betriebszentrum (Leitstelle) alarmiert werden kann. Zudem gibt es auch am Bahnsteig Nothalt-Griffe, mit denen die Weiterfahrt des Zuges unterbunden werden kann.”

Wie können die „arbeitsrechtlichen Konsequenzen” ausschauen?

„Das heißt zunächst mal: Null Toleranz”, so Hess. „Wer auch nur einen Tropfen Alkohol zu sich genommen hat, darf kein Fahrzeug mehr führen. Vor diesem Hintergrund werden mögliche arbeitsrechtliche Konsequenzen geprüft – bis hin zur Kündigung.” 

Kommentare (13)
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FEB
10
11:05 Uhr, geschrieben von cogito
@pendler
Doch, das ist von der Hand zu weisen: der Zug ist ja nicht durchgefahren (das kann er nicht), sondern zu spät zum Stehen gekommen. hat also kaum mehr Geschwindigkeit gehabt als sonst.
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FEB
10
01:53 Uhr, geschrieben von Pendler
@ cogito
Es wird wohl kaum von der Hand zu weisen sein, dass bei einer außerplanmäßigen und nicht kontrollierten Durchfahrt zumindest die am Bahnsteig wartenden Fahrgäste -die mit einer haltenden U-Bahn rechnen - durchaus gefährdet sind. Zumal zu einer Tageszeit an der es am Sendlinger Tor traditionell schon mal zu geht.
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FEB
09
22:17 Uhr, geschrieben von Upyto
Schlechte Arbeitsbedingungen
Drei MVG Mitarbeiter haben sich im letzten Jahr in der U-Bahn sehr ausführlich über die schlechten Arbeitskonditionen beim MVG unterhalten. Die können gar nicht so viele Mitarbeiter bekommen, wie sie brauchen. Nach den Schulungen springen viele wieder ab. Nach den Erzählungen der Mitarbeiter haben die dort mehr als drei verschiedene Tarife. Diejenigen, die neu eingestellt werden verdienen am schlechtesten. Sicherlich kein Grund, um zum Saufen anzufangen. Was passiert aber, wenn die Löhne immer mehr gedrückt werden und Leute, die 40 Stunden und mehr arbeiten nach Abzug aller Steuern genau so viel bekommen wie ein Hartz IV Empfänger? Aber Hauptsache unseren Beamten und Politikern geht es gut . . . Für alle anderen gibt es betrunkene Fahrer von öffentlichen Verkehrsmitteln, kleine Renten und Mäusekotbrot.
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