Studieren statt Strand "Summer Schools": So läuft das Schnupperstudium im Ausland

An "Summer Schools" können junge Menschen während der Semesterferien zwei bis zwölf Wochen lang im Ausland studieren. Foto: Wavebreak Media LTD/dpa-tmn

Wer im Ausland studieren will, muss nicht gleich für ein komplettes Semester weg sein. In der ganzen Welt bieten sogenannte "Summer Schools" Kurse während der Semesterferien an. Zwischen zwei und zwölf Wochen können junge Menschen dabei an Universitäten im Ausland studieren. Angebote und Rahmenprogramm variieren je nach Hochschule.

München - Viele Studenten verbringen ihre Semesterferien im Ausland. Wer nicht nur faul am Strand liegen, sondern eine neue Kultur kennenlernen und sich weiterbilden will, kann verschiedene Programme von ausländischen Universitäten nutzen.

An wen richten sich diese Programme hauptsächlich? "Vor allem für Studierende mit wenig Auslandserfahrung, aber auch für Abiturienten und Oberstufenschüler eignen sich organisierte Summer Schools", erklärt Alexandra Michel von College Contact. Bei diesen sogenannten Pauschalprogrammen sind Kurse, Unterkunft, Verpflegung und sogar Freizeitangebote im Preis enthalten – fast wie ein All-Inclusive-Urlaub! Gelernt werden muss aber natürlich auch in organisierten Summer Schools.

"Summer Sessions" in den USA und Kanada

Flexibler sind dagegen Programme, bei denen man reguläre Kurse an ausländischen Hochschulen belegt. Besonders verbreitet sind in den USA und Kanada sogenannte "Summer Sessions": abgespeckte Kursprogramme für die eigenen Studierenden, die auch internationalen Besuchern zur Verfügung stehen. Diese Kurse dauern in etwa fünf bis sechs Wochen. Besonders Lernfreudige können auch mehrere Summer Sessions hintereinander belegen und so bis zu zwölf Wochen im Ausland studieren. Häufig lassen sich Leistungen auch auf das Regelstudium anrechnen. Nachfragen bei der eigenen Studienberatung lohnt sich!

Wichtig: frühzeitig planen!

Hat man sich ein passendes Programm ausgesucht, erfolgt die Bewerbung bei der Wunsch-Hochschule über ein Online-Portal. Hier ist meistens auch einiges an Papierkram zu erledigen: "Motivations- und Referenzschreiben, aber auch Sprachnachweise müssen in der Regel eingereicht werden", sagt Stefanie Rübbert vom Dezernat Internationales der Universität Bonn. Grundsätzlich variieren die geforderten Unterlagen und Bewerbungsfristen von Hochschule zu Hochschule. Man solle aber generell etwa ein halbes Jahr vor dem Aufenthalt mit der Planung beginnen, rät Michel, um Formalitäten rechtzeitig zu erledigen.

Vor allem bei Zielen im außereuropäischen Ausland kann die Organisation des Aufenthalts einige Zeit in Anspruch nehmen, da zum Beispiel häufig ein Visum beantragt werden muss. Bei Fragen zur Planung wenden sich Studierende am besten an die Beratungsangebote ihrer jeweilligen Heimathochschule.

Kosten liegen bei mehreren Tausend Euro

Nicht nur der Organisationsaufwand, auch die Kosten des Auslandsaufenthalts variieren je nach Standort und Umfang des Angebots, liegen aber meist bei mehreren Tausend Euro. Damit sind Summer Schools sicher kein Schnäppchen, jedoch bieten Organisationen wie der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) und Begabtenförderungswerke finanzielle Unterstützung.

Und die Investition lohnt sich: Sommerschulen sind eine gute Möglichkeit für junge Leute, ihr eigenes Studiengebiet zu vertiefen oder Einblicke in andere Themen- und Kulturbereiche zu bekommen, sagt Stefanie Rübbert. Und auch im Lebenslauf macht sich eine Summer School gut, denn der Kurzaufenthalt im Ausland zeigt, dass sich jemand auch in seiner Freizeit engagiert – und nicht nur an den Strand legt.

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