Stromanbieter Strom-Wechsel: Darauf ist zu achten
J. Menrad, 17.02.2013 07:00 UhrGünstigere Strompreise mit nur ein paar Klicks: So finden Sie einen seriösen und günstigen Stromanbieter.
MÜNCHEN Wer den Stromanbieter wechselt, um Geld zu sparen, muss sich genau informieren. Ansonsten kann das viel Zeit und Geld kosten. AZ-Redakteurin Natalie Kettinger sollte nach einem Wechsel das Dreifache für den Strom zahlen.
Auf dem Vergleichsportal check24.de hat sich die AZ-Redakteurin den günstigsten Ökostrom-Anbieter „Löwenzahn Energie“ herausgesucht. „Gegen den Anbieter liegt rein rechtlich nichts vor, deshalb können wir ihn nicht aus unserem Ranking streichen“, sagt Daniel Friedheim von Check24. Er kennt die Maschen der Billigstromanbieter. Hier erklärt er, was Sie beim Stromanbieter-Wechsel im Internet beachten sollten.
VORKASSE
Bei Check24 erscheinen Vorkasse-Anbieter nur im Ranking, wenn in der Suchfunktion „Alle, inkl. Vorkasse“ angeklickt wird. Empfohlen wird jedoch die Suchfunktion „monatliche Zahlung“. Denn geht der Anbieter pleite, sieht man das Geld nicht wieder. „Nur bei Stadtwerken kann die Vorkasse sorglos bezahlt werden“, sagt Friedheim.
STROMPAKETE
Hier kauft man eine bestimmte Zahl an Kilowattstunden. Der Preis ist auch dann voll zu bezahlen, wenn der Verbrauch darunter bleibt. Wird mehr verbraucht, wird das zu einem höheren Preis in Rechnung gestellt. Nur wer einen stabilen Stromverbrauch hat, sollte das wählen.
PREISGARANTIE
Preisfixierung und Vertragslaufzeit sollten gleich sein. Wer also einen Vertrag über 12 Monate abschließt, sollte auch 12 Monate Preisgarantie haben. Steuererhöhungen können an die Kunden aber durchgereicht werden.
BONUSZAHLUNGEN
Die gelten meist nur für Neukunden und oft nicht mehr im zweiten Jahr. Zudem müssen die, die vom Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen, den Bonus zurückzahlen.
BEWERTUNGEN
Lesen Sie Kunden-Bewertungen. Auch Check24 gibt Empfehlungen für Anbieter, die zwar nicht den günstigsten Strom liefern, dafür aber guten Service haben.
Faulheit und nicht Pech
Tja, hätte AZ-Redakteurin Natalie Kettinger doch diesen Artikel vorher gelesen, bevor die Ärmste in die Dummheitsfalle getappt ist. Da hat sie wohl vorher nicht recherchiert, was sie eigentlich als Redakteurin wissen müsste. Und wenn J. Menrad recherchiert hätte, dann hätte man sehr leicht herausfinden können, daß es neben Check24 noch andere Portale gibt. Was lernt der Leser? Man tappt nicht in die Falle weil man Pech hat, sondern weil man zu faul ist, sich umfassend zu informieren. Man muß eben die Prioritäten anders setzen wenn es ums eigene Geld geht. Zwitschern und Fratzenbuch kosten Zeit und Zeit ist eben Geld.