Präsident Peter Cassalette und Verwaltungsrats-Boss Karl-Christian Bay haben zu den Äußerungen von Löwen-Investor Hasan Ismaik Stellung genommen: Sie wollen den Jordanier besänftigen und appellieren an Ismaiks „blaues Löwenherz“

München -  Der TSV 1860 hat mit Verspätung auf die Insolvenz-Drohung von Investor Hasan Ismaik reagiert. Oberlöwe Peter Cassalette und Verwaltungsrats-Boss Karl-Christian Bay äußerten sich am Montagvormittag. Ihr Bestreben: Deeskalation. Cassalette zeigte sich „überrascht“ von Ismaiks schallender Londoner Watschn für die Löwen, als dieser mit den Verantwortlichen abrechnete und weitere Kredite verweigerte.

Bay dazu: „Wir betrachten die aktuelle Entwicklung mit großer Sorge. Der Verein ist an keiner Eskalation interessiert. Wir schätzen Ismaik als Mensch und loyalen Partner. Wir können seine Unzufriedenheit nachvollziehen, er war allerdings in alle Abläufe eingebunden. Wir appellieren an sein Löwenherz und hoffen, die neue Situation auf den Verhandlungsweg bringen zu können.“

TSV 1860 zu verkaufen! - Investor Ismaik angefressen

Mit einer last-minute-Einigung der Umwandlung Ismaiks Darlehen in Genuss-Scheine bis zum 31. Dezember rechne man nicht mehr (das zieht eine DFL-Strafe in Höhe von 750.000 Euro nach sich), eine Insolvenz drohe allerdings erst für die Saison 2016/17 - vorher sei alles durchfinanziert.

Sollte der Jordanier, der laut englischer Medienberichte bei einem Klub auf der Insel einsteigen will, weiter stur bleiben, bleiben Sechzig zwei Möglichkeiten: Neuanfang in der Vierten Liga oder ein neuer Investor. Nun soll derjenige für eine Versöhnung mit Ismaik sorgen, der als einer der letzten Löwen-Vertreter noch einen guten Draht zu Ismaik haben scheint: Cassalette. Ob er das Verhältnis noch kitten kann? Dürfte schwer werden.