Stadteilbibliothek Giesing Tischtennis, Musik und Kochen in der Bücherei

Edward Beierle im Ringlshirt und Mathias Stadler bei der Eröffnungsfeier im Flostern. Foto: Andreas Hantschke

In die Stadtteilbibliothek ist ein Künstlerkollektiv gezogen und macht jetzt Programm

Im Flostern haben sie eine Tischtennisplatte aufgestellt, die nicht gleich als Tischtennisplatte erkennbar ist: eine dunkle Holzkiste mit Netz. Mittwochs ab 18 Uhr legt ein DJ auf, während Kinder und Erwachsene Tischtennis-Matches austragen. Das Flostern ist die charmante Zwischennutzung in der ehemaligen Stadtteilbibliothek Giesing.

Vor einem Jahr war der Künstlertrupp um das Atelier Held und das Künstlernetzwerk Tam Tam mit Flo* in der Pappschachtel am Pasinger Marienplatz. Das Kulturreferat war so begeistert, dass es gefragt hat, ob sie das auch in Giesing machen könnten. „Wir haben ein Konzept geschrieben, aber mit der Bürokratie hat’s so lange gedauert, dass wir gar nicht mehr damit gerechnet haben“, sagt Edward Beierle vom Atelier Held. Bis Ende Februar läuft der Mietvertrag und verlängert sich automatisch um einen Monat, wenn sich kein Nachmieter findet.

Jetzt versucht das Künstlerkollektiv die 300 Quadratmeter mit einem vielseitigen Programm zu füllen – was gut funktioniert. Am kommenden Sonntag gibt’s Frühshoppen ab 11 Uhr, klassisch mit Weißwurst und Weißbier. Unklassisch mit zappaesken Texten und Tanzrhythmen von Gurdan Thomas. Den Frühshoppen mit Musik, die man eher von Abendveranstaltungen gewöhnt ist, wird’s jetzt jeden Sonntag geben.

„Wir versuchen ein abwechslungsreiches Programm mit Giesingern für die Giesinger auf die Beine zu stellen und haben jetzt täglich geöffnet“, sagt Beierle. Von 14 bis 20 Uhr kann jeder reinschneien, Käffchen trinken, die aktuelle Ausstellung anschauen, ratschen oder Tischtennis spielen.

Derzeit bemüht sich das siebenköpfige Team, eine Küche für das Flostern zu bekommen. Sie möchten gerne ein Giesinger Kochbuch herausbringen. Dafür wollen sie mit den Menschen aus dem Viertel in der Küche experimentieren und fotografieren. Ab Mitte Januar gibt’s passend dazu die Fotoausstellung von Verena Hägler, die 63 Küchen in der Tegernseer Landstraße fotografiert hat.

St. Martin Straße 2, www.flo2stern.de

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