Neuer Radlweg durch den Olympiabahnhof: Die Trassen nach Pullach und zum Lerchenauer See sollen für Fußgänger und Radfahrer geöffnet werden.

MÜNCHEN - Jahrelang hat das Kommunalreferat mühsam mit der Bahn verhandelt. Doch jetzt kauft die Stadt zwei Anlagen, mit der sie das Radwegesystem deutlich verbessern kann: Den alten Olympia-S-Bahnhof in Milbertshofen und die Trasse der Isartalbahn. Über den Preis schweigt sich das Kommunalreferat aus.

Für die Olympischen Spiele 1972 war der S-Bahnhof gebaut worden. Dann wurde er einige Jahre sporadisch bei Fußballspielen im Olympiastadion angefahren. Ansonsten gammelt er vor sich hin, wächst zu und ist ein Übungsfeld für Graffiti-Lehrlinge. Seit 1998 hat das Kommunalreferat mit der Bahn verhandelt. Die Stadt plant nun, die Gebäude abzureißen und aus dem Gelände eine Grünfläche zu machen.

Die Bahntrasse wird zum Rad- und Fußweg. Die werden ein wichtiger Teil der Trasse vom Marienplatz zum Lerchenauer See und der Drei-Seen-Platte im Münchner Norden. Das Ganze dient auch als als Biotopverbund, wie das Kommunalreferat mitteilt: „Dadurch verbessert sich zum einen die Anbindung des Olympiaparks an den westlichen und nördlichen Stadtrand. Zum anderen wird auch die Erschließung der Eggarten-Siedlung unmittelbar nördlich des DB-Nordrings optimiert.”

Der zweite Kauf: Die Trasse der alten Isartalbahn in Thalkirchen – mit 4,3 Hektar Fläche. Damit soll über die Stadtgrenze hinaus eine Fuß- und Radwegeverbindung insbesondere nach Pullach und eine Fahrradhauptroute geschaffen werden.

„Damit schafft das Kommunalreferat einen wichtigen Meilenstein in der Sicherung der bedeutenden Radwegetrasse”, erklärt das Kommunalreferat. Eine alte Lücke werde so geschlossen.