Liveticker zum Nachlesen Das sagt Pereira vor dem Spiel gegen Kaiserslautern

, aktualisiert am 20.04.2017 - 14:10 Uhr
Vor dem Spiel der Löwen gegen den 1. FC Kaiserslautern steht TSV-Trainer Vitor Pereira den Fragen der Medienvertreter Rede und Antwort. Foto: imago/Philippe Ruiz

Vor dem Kellerduell gegen den 1. FC Kaiserslautern sprach Löwen-Trainer Vitor Pereira in der Pressekonferenz. Hier gibt's den Liveticker zum Nachlesen.

München - Am Freitag geht es für die Löwen auf den Betzenberg zum 1. FC Kaiserslautern. Einen Tag vor der Partie sprach TSV-Trainer Vitor Pereira in der Pressekonferenz.

13:45 Uhr: Damit geht eine denkwürdige und äußerst lange Pressekonferenz zu Ende, in der Pereira nicht mit endloser Geduld, aber letzten Endes doch ausführlich und mit dem Versuch, volle Überzeugung vorzuleben, seine Gedanken preisgibt. Klar ist: Es geht am Freitag im direkten Abstiegsduell um sehr viel - und das war dem Coach auch anzumerken. Vielen Dank fürs Mitlesen, das Spiel können Sie wie gewohnt im AZ-Liveticker verfolgen - morgen ab 18:30 Uhr. Bis dahin - auf Wiedersehen!

13:43 Uhr: Noch eine letzte Frage: Wie erwartet der Coach die Roten Teufel? "Es ist eine Mannschaft, die in einer ähnlichen Struktur spielen wie wir, mit einer Fünferkette und zwei sehr schnellen Stürmern vorne. Alle Stürmer sind sehr stark und sehr schnell, wir müssen uns auf schnelles Umschalten einstellen. Sie sind auch körperlich sehr stark. Sie brauchen die drei Punkte wie wir. Es wird ein harter Kampf - wir müssen am Freitag zeigen, dass wir für diesen Kampf bereit sind."

13:38 Uhr: Im Trainingslager sagte der Coach, er wolle elf Kapitäne haben - wie viele davon hat Pereira derzeit auf dem Platz, wo die Binde über zehn Mal den Spielführer-Arm wechselte? "Jeder hat natürlich seine Persönlichkeit und ich respektiere sie alle. Ich hätte am liebsten, dass jeder eine starke Persönlichkeit hat. Wichtig ist, dass wir Ambition zeigen, Konzentration zeigen und auch, dass wir alles geben wollen. Es ist für uns eine schwierige Situation, wir stecken mit vielen Mannschaften in diesem Kampf. Ein Kapitän ist für mich einer, der auf dem Platz seine Arbeit macht und bereit ist, den anderen zu helfen und sich mit den Zielen des Vereins identifizieren. Es gibt viele Schein-Kapitäne." Er brauche jedoch einen, der Verantwortung übernehme - für sich selbst, den Verein und die Fans.

13:35 Uhr: Sollte 1860 tatsächlich absteigen müssen, würde Pereira bei Sechzig bleiben? "Wir können die nächsten Spiele gewinnen oder auch verlieren. Ich hatte man einen Präsidenten, der meinte: Wenn wir die nächsten zwei Spiele verlieren, sind wir in einer ganz schwierigen Situation. Die gleiche Antwort gebe ich hier auch: Lass uns erstmal die beiden Spiele spielen - und gewinnen. Wir haben die Spiele gewonnen und sind Meister geworden. Lassen wir uns nicht so viel spekulieren." Doch hat Pereira überhaupt einen Vertrag für die Dritte Liga? "Ich kam hierher mit dem Ziel Bundesliga. Das ist weiter mein Ziel. Ich gehe auch weiterhin auf die Straße und verstecke mich nicht. Das ist nicht meine Persönlichkeit."

13:30 Uhr: Eine Nachfrage über die Körpersprache von Pereira: "Manchmal stehe ich, manchmal sitze ich." Dabei könne auch immer das jeweils andere kritisiert werden. "Wichtig ist, dass wir die Überzeugung haben, die Spieler wie der Trainer." Ob diese beim Portugiesen zuletzt leiden musste?

13:25 Uhr: Eine Nachfrage zu Christian Gytkjaer, ob dieser von Beginn an stärker sei, da er als Joker in den letzten Partien kaum Bindung zum Spiel hatte: "Wenn wir zurückspulen, als Gytkjaer gespielt hat, wurde gefragt: Warum spielt Olic nicht? Jetzt ist es andersrum. Eure Analyse ist immer anhand des Spiels, meine Analyse besteht immer aus dem Spiel, der Philosophie und dem Training. Das ist in meinen Augen eine komplettere Analyse. Im letzten Spiel hatte ich nach der Einwechslung von Florian Neuhaus drei Spieler im Mittelfeld. Ich hatte eine Idee im Kopf, die hat aber nicht funktioniert, also habe ich nochmal gewechselt. Das ist das Schwierige für einen Trainer: Er muss immer in einem Moment entscheiden. Manchmal funktioniert das, manchmal nicht", übersetzt Alex Pereira, der vorher von Pereira auch für die Journalistenrunde verständlich auf Englisch angesprochen wurde: "Das wird jetzt kompliziert zu übersetzen." Klar ist: Pereira wollte erklären, dass nicht alle Ideen immer aufgehen - und dass die Medien seine Erkenntnisse im Training (mangels Zugang) und auch sein Bauchgefühl im Spiel nicht nachvollziehen können.

13:19 Uhr: Warum schafft es der Dänen-Torjäger nicht, seine bei Rosenborg Trondheim gezeigten Qualitäten (19 Saisontore, d. Red.) hier abzurufen? "Es ist für mich, wie viel die Spieler kosten oder nicht, nicht relevant. Das Kriterium muss immer die Leistung sein. Wenn sich einer nicht zeigt oder nicht gut genug ist, dann ist egal, wie  viel er gekostet hat, wo er herkommt, ob er Bundesliga gespielt hat und welche Nationalität er hat. Momentan stehen alle zur Verfügung und ich muss sehen, wer die beste Leistung abgeben kann. Ich habe vier Stürmer zur Verfügung und könnte vier Stürmer spielen lassen, aber das heißt nicht, dass ich sie alle wirklich spielen lassen kann. Dann verteidigen wir schlechter, bekommen die Bälle nicht zu ihnen in die Spitze. Das Wichtigste im Fußball ist immer die Balance."

13:16 Uhr: Wird der Coach womöglich mal Christian Gytkjaer neben Ivica Olic als Doppelspitze auflaufen lassen, um mehr Durchschlagskraft zu entwickeln? "Es ist immer einfach für euch, ihr trainiert ja nicht. In so einem Moment ist wichtig, dass die Mannschaft weiß, wie sie zu verteidigen und anzugreifen hat. In einer entscheidenden Situation wie jetzt ist es nur kontraproduktiv, das System zu verändern. Wir müssen jetzt darauf aufbauen, womit wir angefangen haben. Wir brauchen Stabilität. Olic und Gytkjaer sind zwei gute Spieler, sie sind beide Optionen."

13:11 Uhr: Der Coach über den Betzenberg und die Mentalität, die Sechzig dort braucht: "Auf jeden Fall brauchen wir eine andere Einstellung als in der zweiten Halbzeit gegen Sandhausen. Ich erwarte viel mehr Biss und Zweikampfstärke. Kompakt und organisiert soll die Mannschaft auftreten. Wir dürfen nicht auseinanderbrechen und müssen mutig auftreten." Keine leichte Aufgabe in diesem Tollhaus. Pereira dazu auf erneute Nachfrage: "Es ist ganz normal im Fußball. Die Spieler müssen bei jeder Atmosphäre bereit sein, ihre Leistung zu bringen. Wir arbeiten in unserer Karriere alle für große Spiele und nicht dafür, vor leeren Rängen zu spielen." Der 48-Jährige habe auch schon vor 60.000 Zuschauern gespielt - und das habe seine Elf eher motiviert denn gebremst. Bleibt abzuwarten, wie es sich mit verunsicherten Sechzgern verhält.

13:09 Uhr: "Was hält der Coach von Marin Pongracic, der zuletzt sein Debüt im Abstiegskampf feiern durfte: "Er hat ein sehr gutes Spiel gemacht, außer ein paar kleinen Details. Er hat sehr viel Potenzial, ich war sehr zufrieden mit ihm. Ich habe in meiner Karriere gesehen, wie erfahrene Spieler Fehler gemacht haben und junge Spieler ihre Sache gut gemacht haben. Dementsprechend steht er im Kader und ist eine Option."

13:08 Uhr: Kann Sebastian Boenisch mit nach Kaiserslautern reisen? "Er hatte eine Gehirnerschütterung im Training, steht 24 Stunden unter Beobachtung von unserem Arzt und muss in Ruhe bleiben." Damit ist klar: Boenisch fällt er aus.

13:03 Uhr: Nun hat Pereira Platz genommen, los geht's: Pressesprecherin Lil Zercher erklärt: Bei über 1.000 mitreisenden Fans sei die Unterstützung der Anhänger sicher. Was die Löwen auf dem höchsten Fußballberg Deutschlands erwarte? "Wenn ich auf die Tabelle schaue, ist alles sehr eng", beginnt der Coach, "acht, neun Mannschaften, welche dieselben Ziele haben wie wir. Jede Mannschaft hat ihre eigene Spielweise, ihre Argumente." Man habe auch in den letzten Spielen gezeigt, dass man Potenzial habe für eine Platzierung im Mittelfeld, aber: "Die letzten Spiele waren nicht gut. Wir haben es verpasst, den Sack zuzumachen. Wenn wir gegen Kaiserlautern kämpfen und das nicht verpassen, sind wir natürlich dazu in der Lage, in Kaiserslautern zu gewinnen."

13:00 Uhr: Während Pereira auf das Pressestüberl zuschreitet, noch eine Info der letzten Partien auf dem Betzenberg: Sechzig konnte nur eine davon gewinnen, und zwar die letzte: Relegationsretter Kai Bülow erzielte den entscheidenden Treffer. Davor gab's fünf Remis und sechs Niederlagen.

12:55 Uhr: News vom eben stattfindenden Abschlusstraining der Löwen: Sebastian Boenisch und Fanol Perdedaj fehlten dabei und drohen auszufallen. Boenisch, zuletzt gegen Sandhausen (1:1) durch eine Rotsperre zum Zusehen verdammt, war am Donnerstag mit Lucas Ribamar zusammengerauscht.

12:50 Uhr: Hallo und herzlich wilkommen im AZ-Liveticker! Vitor Pereira wird hier gleich antanzen, um über den schweren Auswärts-Auftritt am Betzenberg zu sprechen. Wir sind gespannt, was der Portugiese zu erzählen hat - und wie er sich vor der Fahrt nach Kaiserslautern gibt.


Vorbericht

"Wir müssen richtig mit dem Druck umgehen, emotional stabil sein und die Partie auf dem Betze mit Selbstbewusstsein angehen", sagte TSV-Trainer Vitor Pereira zuletzt. Die Marschrichtung ist klar – für den Portugiesen und seine Mannschaft muss am Freitag ein Sieg gegen den 1. FC Kaiserslautern (18:30 Uhr, Sky und im AZ-Liveticker) her.

Die Sechzger befinden sich mitten im Abstiegskampf – mit einer Niederlage gegen die "Roten Teufel" würde man den Abstiegsplätzen gefährlich nahe kommen.

Die Ziele sind hochgesteckt: "Ich möchte ein Teil der Geschichte sein, 1860 endlich wieder in die Bundesliga zu bringen", sagte Neuzugang Abdoulaye Ba der AZ. Ivica Olic brachte die prekäre Situation zuletzt auf den Punkt: "Wir haben nur noch Endspiele. Alle hier wissen, dass es fünf vor zwölf ist", so der Kroate.

Mit welcher Taktik und vor allem welcher Aufstellung die Löwen ihr erstes der restlichen fünf Endspiele bestreiten wollen, erklärt Vitor Pereira möglicherweise in der Pressekonferenz am Donnerstagmittag. Verfolgen Sie den AZ-Liveticker ab 13 Uhr.

  • Bewertung
    1

JETZT LESEN

Auch interessant

4 Kommentare

Kommentieren

  1. null