Seit einigen Tagen verbreitet sich ein fragwürdiger Facebook-Trend: Menschen exen vor der Kamera ein Bier und bestimmen anschließend drei Freunde, die es ihnen nachmachen sollen. Was ist dran an dem sozialen Trinkspiel?

München – Sie verbreiten sich wie ein Lauffeuer. Videos auf Facebook, die ein Bier auf ex trinken und anschließend drei Freunde nominieren, es ihnen innerhalb der nächsten 24 Stunden gleichzutun – natürlich ebenfalls mit Videobeweis und anschließender Nominierung. Wer sich drückt, bekommt eine saftige Strafe. Der Wettkampf-Charakter begeistert offenbar die Facebook-Gemeinde und so werden Facebook-Timelines derzeit mit derartigen Videos regelrecht überschwemmt.

"Neknominate" nennt sich dieses fragwürdige Facebook-Trinkspiel. Und obwohl sich der Trend erst seit einigen Tagen in der Region verbreitet, hat er seinen Ursprung offenbar schon im Januar vergangenen Jahres in Ketten-Mails aus England. Daher auch der Name "neknominate". Er leitet sich ab aus der englichen Aufforderung: "Nek your drink, nominate another" ("Exe dein Getränk und nominiere jemand anderen"). Ein jahr später wurde das soziale Trinkspiel in Australien wieder aufgegriffen und weltweit zum regelrechten Hype.

Die Frage hierbei ist: Handelt es sich um ein harmloses Trinkspiel oder ein birgt der Trend auch Gefahren. Aus Sicht des Jugendschutzes ist Neknominate allerdings kritisch zu betrachten wenn man bedenkt, dass auch viele Kinder und Jugendliche bereits ein Profil auf Facebook haben.

Wer trotzdem mitmachen will, der sollte zumindest seine Privatsphäre-Einstellungen checken. Schließlich dürfte beispielsweise so ein Bier-ex-Video bei der nächsten Bewerbung nicht den besten Eindruck beim Chef hinterlassen.