Ex-96er Hanno Balitsch will Euopa Leaugue-Teilnehmer Hannover von Beginn an unter Druck setzen.

Nürnberg - Mit einem Heimsieg gegen Angstgegner Hannover 96 will der 1. FC Nürnberg den Anschluss ans Mittelfeld schaffen. Nach zuletzt vier Niederlagen in Serie gegen die Niedersachsen könnten die Franken am Sonntag (15.30 Uhr) mit einem Dreier den Aufwärtstrend unter ihrem neuen Trainer Michael Wiesinger fortsetzen. Allerdings warnte der Coach vor den Gästen, die in der Bundesliga zuletzt fünf Auswärtspleiten nacheinander einstecken mussten: „Hannover hat jede Menge Qualität und ist unberechenbar.“ Insgeheim hofft Nürnberg darauf, dass den Gästen noch die schwere Partie bei Anschi Machatschkala in den Beinen steckt.

„Wichtig wird sein, dass es uns gelingt, von Beginn an ein sehr unangenehmer Gegner zu sein, der mit hohem Tempo und hoher Intensität über 90 Minuten agiert“, sagte der frühere 96-Profi Hanno Balitsch. „Nur dann wird 96 den Spiel- und Reisestrapazen des Europa League-Spiels in Russland möglicherweise irgendwann Rechnung tragen müssen.“ Wiesinger, unter dessen Regie die Franken aus den letzten beiden Partien vier Punkte verbuchen konnten, kann personell aus dem Vollen schöpfen. Nur Timo Gebhart muss wegen Leistenproblemen erneut pausieren.

Für das Team von Gäste-Coach Miko Slomka geht es darum, seine Ambitionen auf einen europäischen Startplatz zu wahren. Sorgen bereitet vor allem die schwächelnde Defensive: Hannover hat in der Liga bereits 39 Gegentore kassiert. „Es ist Zeit, dass wir auswärts punkten“, forderte Slomka. „Wir sollten versuchen, Nürnberg offensiv zu attackieren, anzugreifen und unter Druck zu setzen. Wir brauchen uns nicht zu verstecken.“