Mit Gold steht's sich gut auf: Maria Höfl-Riesch feiert ihren großen Triumph. Auch Kritiker Markus Wasmeier freut sich für die 28-Jährige und schlägt neue Töne an.

Schladming Was hat es vor der WM gekracht zwischen Höfl und Wasmeier. "Skirennen finden im Kopf statt – und da passt’s halt momentan nicht so“, sagte Wasmeier Anfang der Woche noch der AZ und gab ihr bei seiner großen Medaillen-Prognose kaum Chancen auf Edelmetall für diese Ski-WM in Schladming. Funkstille hatte geherrscht zwischen den beiden Olympiasiegern, seit Höfl-Riesch ihr umstrittenes Buch veröffentlicht hat.

Umso eindrucksvoller war dann die sportliche Antwort von Maria Höfl-Riesch: Bei der Super-Kombi in Schladming gewann sie den Weltcup und meldete sich eindrucksvoll zurück.

TV-Experte Markus Wasmeier war am Freitag bei Gold-Rennen nicht im Sendestudio, Martina Ertl hatte an diesem Tag der Frauen-Kombi den Kommentatoren-Job übernommen. Die Reaktion auf den Erfolg erfolgte daher nun am Samstagfrüh vor der Männer-Abfahrt, also mit einem Tag Verspätung. 

"Wasi, da schaugst!" hatte die AZ am Samstag auf Seite 1 über den Tiumph von Höfl-Riesch getitelt. Und Wasmeier schaute, er rang sich zwar keine Entschuldigung ab, wohl aber ein Lob: "Ich freue mich für die Maria und für den ganzen Verband, dass es mit der Medaille endlich geklappt hat. Ich hab ja schon vorher gesagt, auf den flachen Hängen ist sie top. Das gibt jetzt frischen Wind für die Abfahrt. Da ist jetzt alles drin." 

Was eine Goldmedaille so alles bewirken kann. Vielleicht folgt ja sogar noch die Versöhnung zwischen den beiden Olympiasiegern.

Die Weltmeisteron Maria-Höfl-Riesch genießt unterdessen auch am Tag danach ihren Triumph, auch wenn sie schon wieder früh aus den Federn musste: "Es war ein langer, toller Abend. Tolle Stimmung. Riesengroße Freude. Mit Gold steht's sich's gut auf."

Einzig das Knie schmerzt ein wenig, deshalb wird sie heute vorsichtshalber wohl nur wenig trainieren. Doch der nächste Wettkampf ist nicht in Gefahr: Die WM-Abfahrt der Frauen am Sonntag (11 Ugr): "Ich habe meine Erwartungen schon übertroffen, das Gold kann mir keiner mehr nehmen", sagte Höfl-Riesch am Samstag, "also kann ich´s jetzt ganz locker angehen."