Silber bei Ski-WM in Schladming Neureuther: Stimmungsvoller wird's nimmer
Thomas Becker, 18.02.2013 16:40 UhrFelix Neureuther erlebt bei der alpinen Ski-WM in Schladming seinen persönlichen Höhepunkt seiner Karriere. Ans Aufhören denkt der 28-Jährige deshalb aber noch lange nicht. Warum auch?
München - Er wird uns fehlen, dieser Felix Neureuther. Wann auch immer er aufhört, nach dem nächsten Winter oder erst in fünf Jahren. So einen wie den wird es beim Deutschen Skiverband so schnell wohl nicht mehr geben. Fehlen wird dann nicht nur der begnadete Skifahrer Neureuther, sondern auch der Spitzbub Felix, dem der Schalk offenbar von Geburt an im Nacken sitzt und ihm ständig einen Spruch eingibt. Angesprochen auf das nächste Weltcup-Rennen am kommenden Sonntag in seiner Heimat Garmisch-Partenkirchen sagte der frisch dekorierte Vize-Weltmeister: „Ich hoffe, dass ich es bis dahin nach Garmisch schaffe...”
Keine Angst, Felix Neureuther denkt nicht ans Aufhören. Warum auch? Gerade jetzt, wo er so gut ist wie nie in seinem Ski-Leben. Aber wenn man ihm nach dem Gewinn der Silbermedaille im WM-Slalom so zuhört, wird klar: Emotionaler und stimmungsvoller wird’s nimmer. Wer Neureuther kennt, weiß: Er mag es, vor großem Publikum zu fahren. Die Parallelslaloms am Münchner Olympiaberg: ein Fest für den Stimmungsmenschen Neureuther. Die Siege bei den großen Klassikern in Kitzbühel, Wengen und daheim in Garmisch: definitiv überragend, wie er sagen würde. Aber dieses Rennen auf der Planai war dann nochmal eine besondere Nummer.
„Als ich vor dem zweiten Lauf oben stand und der Mario Matt mit Bestzeit unten ankam, ist da so ein gewaltiger Begeisterungsschwall nach oben gerauscht, dass es mich fast rückwärts aus dem Starthäusl gehauen hätte”, erzählte Neureuther von der Situation vor dem wohl wichtigsten Lauf seiner Karriere. 37.000 Fans drückten nicht ihm die Daumen, sondern ihren österreichischen Landsmännern Matt und Hirscher – und waren dann still wie Kirchenmäuse, als der Deutsche seinen Silber-Lauf in den Hang legte. „Das war die schönste Stille, die ich jemals erlebt habe”, sagte Neureuther, „normalerweise mag ich’s ja eher, wenn’s laut zugeht.”
Der Stolz und die Genugtuung, es endlich auch bei einem Großereignis geschafft zu haben, drangen ihm danach aus allen Poren. Aus Partenkirchen, wo Mama Rosi Mittermaier und Papa Christian Neureuther vor dem Fernseher wohl das ein oder andere Tränchen verdrückt haben werden, kam via „Bild” die Kunde: „Felix hat sich für sein Leben eine Last von der Schulter genommen. Das weiß ich als Vater, der nie eine Medaille gewonnen hat.” Bei der WM 1978 war Neureuther senior Sechster geworden. Alpindirektor Wolfgang Maier strahlte: „Das ist für mich ein extremes Erlebnis.” Bleibt die Frage: Was kommt jetzt noch?
„Das nächste Großereignis ist Sotschi: Schaun mer mal, wie die Stimmung da wird”, meinte Neureuther ironisch, „dann kommt die WM in USA: schaun mer mal, wie die Stimmung da wird”, ulkte er weiter, „und dann Olympia 2018 in Südkorea: Schaun mer mal, wie die Stimmung da wird.” Will sagen: Neureuther hat in Schladming den Stimmungs-Gipfel erreicht – aus sportlicher Sicht gibt es natürlich noch einiges zu gewinnen. Gold, Silber und Bronze bei Ski-Weltmeisterschaften sowie vier Weltcupsiege lautet bislang seine Erfolgsbilanz: Da geht schon noch was.
In einem Monat wird er 29, der Rücken ist eine einzige Baustelle und funktioniert weitgehend auf Basis von Müller-Wohlfahrt-Spritzen. Im Interview mit der SZ sprach er unlängst von einem Traum: Heli-Guide in Kanada und dann mit dem Rucksack durch Australien. Wovon man eben so träumt als Twen.

Neureuther und Neuner
Sehen Sie, Bearjj 1, nun sind auch wir doch noch (platonische) Freunde geworden! Gern würde ich natürlich alle genannten Personen, einschließlich die Eltern von Felix, einmal persönlich kennenlernen, weil ich sie schon lange, nicht nur wegen ihrer sportlichen Erfolge, sondern auch durch ihr immer angenehmes und vorbildliche Auftreten außerhalb der Pisten, sehr schätze. Ohne es auf dieser Seite unbedingt auf ein Zwiegespräch ankommen zu lassen, habe ich mich über die ehrliche Korrektur Ihrerseits nach den für mich völlig überraschenden negativen Zeilen sehr gefreut!
Schön
dass sie sich nochmals gemeldet haben 'HUKL', denn irgendwie klingt ihr jetziger Beitrag schon etwas anders, man kann jedenfalls nichts Schlechtes mehr hinein interpreditieren. Das ist gut so denn der Felix ist ein echter Pfundskerl. Das sage ich nicht nur allein der Begeisterung wegen, sondern auch deshalb weil ich die Neureuther- Familie sehr gut kenne, von der Schule, vom Skifahren, von der Bergwacht und von der Sprechstunde und aus dem Krankenhaus. Als junger Student hatte ich zudem das Glück die Rosi näher kennen zu lernen, nachdem ich mit ihrem damaligen Trainer Klaus Mayr über Jahre zusammen im gleichen Haus in Garmisch wohnte. Nachdem ich in all den Jahren bei diesen Personen immer nur die allerbesten Eigenschaften kennen lernen durfte, so können sie nun verstehen dass ich auf Grund dieser gemachten guten Erfahrungen absolut nichts über diese Personen kommen lassen kann. Würde ich etwas anderes zu behaupten so wäre das im höchsten Maße schäbig und unwahr. Ebenso verhält es sich mit der Magdalena Neuner. Verstehe dass nicht jeder sie persönlich näher kennen kann. Schade auch für sie. Selbst wenn sie in der Vergangenheit auch nur einmal an einem Fantreffen von ihr in Wallgau teilgenommen hätten mit der Gelegenheit zu einem persönlichen Gespräch, schon wäre ihr Eindruck ein ganz anderer als er uns über die verschiedene Art (un-) möglicher Werbung suggeriert wird. Gott sei Dank ist die Wirklichkeit ist eine ganz andere. Es ist nach wie vor immer wieder schön zu sehen wie natürlich und bescheiden die gesamte Familie Neuner geblieben ist. Magdalenas Freund Sepp Holzer, ein ausgesprochen fleißiger Handwerksmeister passt wunderbar zu ihr und ihrer Familie. Für mich ist es jedenfalls eine große Freude zu wissen dass es in meiner nächsten Nähe noch derart sympathische und normal gebliebene Sportler wie diese beiden gibt!
Neureuther und Neuner - beide sind toll !
Achtung, @Baerjj 1! Sie sind scheinbar ein echter Kenner der beiden Vorzeigesportler. Im Gegensatz zu mir, der seine geschilderten Eindrücke nur vom Fernsehen aus der warmen Wohnstube äußerte, die aber bestimmt mit vielen Tausend anderen Sportinteressierten identisch sein dürften, die nicht in den schneereichen Bergen wohnen, haben Sie gemäß Ihren erläuterten familiären Geschichten bestimmt ein besonderes Insiderwissen. Alle Achtung! Umsomehr war ich überrascht, dass Sie meine ehrliche Anerkennung über die Leistungen und das allgemeine Auftreten von Felix falsch verstanden haben wollen. Wo waren in meinen Lobeshymnen über ihn und seine prächtigen Eltern 'Belehrungen' und 'gutgemeinte Ratschläge'? In Ihrer Gegend würde man von 'Schmarrn' reden, wenn das so wäre! Für Sie nun direkt: Mein Wunsch, dass auch der Felix , wie M. Neuner (nicht A., danke) auch mal etwas vom Genuss der Werbemöglichkeit abbekommen sollte, war doch nur ein Spaß, weil er eben einen starken Bartwuchs hat und mit guten Rasierklingen noch ein paar hundertstel Sekunden herauszuholen wären.......... Zur jüngsten Rentnerin im Land: Obwohl sie selbst in meinem Kommentar nicht zum Thema wurde, genießt diese Ruheständlerin für ihre jüngste sportliche Vergangenheit auch bei mir natürlich große Anerkennung. Es kann doch aber nicht sein, dass Sie mich des Neids bezichtigen, nur weil die Vermutung nicht nur bei mir besteht, wie ich weiß, dass die zuoft eingespielten, immer sich wiederholenden Werbungen mit ihr (das gilt übrigens z.B. auch für ein durch die Berge fahrendes Auto...bei Übertragungen des öffentlich rechtlichen Fersehens) für den Fernsehzuschauer, besonders, wenn gerade eine Entscheidung naht, eher belastend wirken! Dafür kann doch die gute Magdalena nichts, und ich muss doch - wie Sie es richtig schrieben - all diese Artikel auch nicht kaufen! Nur äußern sollte man sich doch noch können, oder?