Siege 17 Manila macht's schon wieder

Eröffnungsfeier in der „Siege 17“: Der Schwabinger Boazn-König hat wieder zugeschlagen. Foto: Gregor Feindt

Letzte Woche hat die „Siege 17“ eröffnet: Jetzt hat Schwabing eine Indie-Kneipe. Mit Drinks, Musik und einem Garten.

Der Manila hat eine Lücke im Schwabinger Kneipenleben gewittert. Und als das „Black and White“ in der Siegesstraße zu haben war, da hat er zugeschlagen. Jetzt heißt der Laden „Siege 17“, nach der Siegesstraße, in der er liegt. Was es sein soll? „Eine Saufkneipe halt“, sagt der Schwabinger Boazn-König, bürgerlich Gerd Waldhauser.

Aber anders als die Schwabinger 7, und natürlich anders als sein neulich eröffnetes, stilvolles „Café Wedekind“. Eine Indie-Kneipe ist die Siege geworden, die auch im Glockenbachviertel gut platziert wäre. Wenn’s da nicht schon genug gäbe. Schwabing dagegen, das hat seine Bars und Boazn, aber nichts wie die Siege.

„Was hier früher los war, das kannst du dir nicht vorstellen, da hast von hier nicht bis da vor gesehen“, sagt Manila und deutet ans Ende der Straße. Jetzt ist das anders: Da stehen ein paar Raucher vorm Podium gegenüber, und ein paar vor der Siege, vor einer Woche eröffnet. Da strömen keine Feierwütigen durchs Viertel, aber wer weiß, die Karawane zieht immer weiter.

In die Siege 17, hofft Manila, ein paar davon zumindest. Hier gibt’s Drinks und Bier und gute Musik. U-Bahn-Schalensitze am Rand und gerahmter Schinken von bayerischer Landschaft, verziert mit Graffiti-Collagen. Im Hinterhof steht jetzt erst eine Bierbank, „aber das wird noch ein richtig lauschiger kleiner Garten“, sagt der Gerd Waldhauser.

Offen ist jeden Abend, bis der letzte Gast geht. „Ich bin seit 40 Jahren Barschlampe – da haben wir so für die Sperrstunde gekämpft, natürlich nutzen wir die!“, sagt der Manila. So hat’s mit der Schwabinger 7 auch geklappt. Und die ist auch an diesem Abend gut besucht. Totgesagte leben länger.


 

Siegesstraße 17, täglich ab 20 Uhr geöffnet

 

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