Sensations-Rückkehr Ex-Präsident Peter Cassalette: Comeback bei 1860!

, aktualisiert am 17.01.2018 - 11:04 Uhr
Pflegen nach wie vor ein freundschaftliches Verhältnis: Peter Cassalette (l.), der ehemalige Löwen-Präsident, und Investor Hasan Ismaik. Foto: smapics/Augenklick

Der ehemalige Löwen-Präsident kehrt an die Grünwalder Straße zurück – möglicherweise als Vertreter von Investor Hasan Ismaik im Aufsichtsrat. Auch Saki Stimoniaris ist ein Kandidat fürs Gremium.

München -  Es ist im 21. Jahrhundert grundsätzlich keine spektakuläre Meldung mehr, wenn ein Mensch in ein Flugzeug steigt – ob für einen Strandurlaub, Städtetrip oder eine Geschäftsreise.

Interessanter wird es, zumindest für den geneigten Löwen-Fan, wenn es sich um Personen des öffentlichen Interesses (zumindest im weiß-blauen Mikrokosmos) dreht. Und richtig spannend wird es dann, wenn es sich um ehemalige Vereinsfunktionäre handelt – und eine Verbindung zu Investor Hasan Ismaik hergestellt werden kann.

Cassalette noch als Aufsichtsrat aktiv

Wie der AZ von zwei unterschiedlichen Quellen berichtet wurde, wurden Ex-Präsident Peter Cassalette und Athanasios "Saki" Stimoniaris an verschiedenen Tagen am Flughafen gesehen. An sich noch keine Besonderheit, denn Cassalette ist nach seinem Rücktritt bei den Sechzgern zwar eigentlich Rentner, aber noch für ein Kölner Reise-Unternehmen als Aufsichtsrat aktiv.

Der Grieche Stimoniaris, kürzlich aus dem Verwaltungsrat ausgeschieden, ist als MAN-Betriebsrats-Chef und Mitglied in Gremien von Autobauer VW wohl auch schon öfter in den Flieger gestiegen.

Jetzt kommt das Aber: Bei beiden handelte es sich den Augenzeugen zufolge jeweils um einen Flug nach Abu Dhabi in die Vereinigten Arabischen Emirate, an jenen Ort, wo der Jordanier Ismaik seinen Geschäftssitz hat – und Stimoniaris flog gar an der Seite von Ismaik-Übersetzer Mutaz Sabbagh.

Von Zufällen kann somit offenbar keine Rede mehr sein. Vielmehr bleibt festzuhalten: Zwischen dem Duo und Sechzigs Hauptgesellschafter ist was im Busch.

Cassalette-Rückkehr sicher

Die AZ fragte nach – und erreichte Cassalette. "Dazu möchte ich keine Stellungnahme abgeben", erklärte dieser. Vielsagende Worte, denn: Der Ex-Oberlöwe zeigte sich nicht nur während seiner Amtszeit stets gesprächig, zudem gab er der AZ im Dezember vergangenen Jahres auch ein Interview, in dem er erklärte, dass der Kontakt zu Ismaik nie abgerissen sei. Wie die AZ erfuhr, ist eine Rückkehr Cassalettes an die Grünwalder Straße sicher. Das Cassalette-Comeback!

An dieser Stelle sei außerdem an Ismaiks Facebook-Botschaft erinnert, in der er eine "neue Vertrauensperson in München" ankündigte. Denkbar, dass es sich dabei mit dem Ex-Oberlöwen um einen alten wie neuen Intimus handelt.

Bleibt nur noch zu klären, wo der Ex-Präsident und eventuell auch Stimoniaris in Erscheinung treten könnten. Gut möglich, dass sie Ismaik als neue Mitglieder in den Aufsichtsrat der KGaA bestellt, dafür bräuchte er als Aufsichtsratsvorsitzender keine Genehmigung der Vereinsseite.

Keine weiteren Vertrauensbrüche

Zur Erinnerung: Ismaik wollte Stimoniaris nach AZ-Informationen 2015 schon einmal in den Aufsichtsrat bugsieren, hatte sich damals allerdings für Ulrich Bez entschieden. Eine Sitzung des Gremiums, in dem neben Ismaik dessen Brüder Abdelrahman und Yahya Ismaik sowie von Vereinsseite Thomas Heigl, Karl-Christian Bay und Dr. Markus Drees sitzen, hätte bereits im Dezember stattfinden sollen – wurde allerdings nach hinten verschoben.

A propos Drees: Der musste für jene vom Kicker offengelegte E-Mail, in der er von einer "Politik der Nadelstiche" gegen Ismaik sprach, viel Kritik einstecken. Der Verwaltungsrat reagierte indes mit einer Stellungnahme auf den "Kicker"-Bericht durchaus fragwürdig: Ohne sich als Kontrollgremium von Drees‘ Aussagen zu distanzieren, erklärte der stellvertretende Vorsitzende Sascha Königsberg, dass man den "Maulwurf" ausgemacht habe.

Dieser sitze nicht mehr in dem Verwaltungsrat, aus dem in den vergangenen Wochen eben jener Stimoniaris sowie Richard Ostermeier ausgeschieden sind. Weitere Vertrauensbrüche, so Königsberg, werde es nicht geben.

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