Junge Models mit Muskeln in roten Jacken und Jeans: Das Markenzeichen der US-Firma Abercrombie and Fitch. Jetzt wurde ein Laden in der Sendlinger Straße eröffnet. Wir waren dabei.

ALTSTADT - Natürlich ist es eine plumpe Idee, weibliche Kundinnen in ein Geschäft locken zu wollen, indem man halbnackte und makellose junge Männer vor die Tür stellt. Allerdings muss man auch sagen: Es funktioniert. Am Donnerstag warten hunderte, hauptsächlich junge Frauen sehnsüchtig auf die Eröffnung des neuen Flagship-Stores der US-Modemarke Abercrombie & Fitch.

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Das Label ist mit seinem Laden mit 3300 Quadratmetern Verkaufsfläche der Hauptmieter der neuen Hofstatt in der Sendlinger Straße. Bis in die Rosenstraße hört man das Klatschen und den Jubel der Wartenden. Bis zum Färbergraben reicht die Schlange, in die sich alle brav einreihen.

Einige Passanten bleiben staunend stehen, andere sind amüsiert. Viele wissen gleich, worum es geht. Eine Dame findet die bloßen Oberkörper der Models vor der Tür einfach nur „diskriminierend“. Als sich um Punkt elf das schwere Ladenportal öffnet, gibt es aber keinen Ansturm wie beim Winterschlussverkauf.

Die Ordner lassen die Menge nur häppchenweise hinein. Im Eingangsbereich wartet gleich noch ein Männer-Model auf die jungen Einkäuferinnen, diesmal ohne Anorak. Wer will, kann sich mit dem jungen Mann fotografieren lassen. Es wollen viele. Nach etwa 40 Minuten kommen die ersten mit gefüllten Tüten wieder aus dem Laden. Geschafft, aber glücklich. Und angezogen.

 

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