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Seit der Katastrophe von Japan So einfach ist der Wechsel zu Ökostrom

mh, vom 18.03.2011 17:36 Uhr

 

Seit Fukushima erleben die grünen Anbieter einen wahren Boom. Die wichtigsten Tipps.

München - Weil’s der Umwelt gut tut – und meistens den Geldbeutel schont, steigen immer mehr Deutsche von ihrem herkömmlichen Energieversorger auf Ökostromanbieter um. Ein Drittel aller Verbraucher, die 2010 den Anbieter gewechselt haben, entschieden sich für Ökostrom. Steil nach oben gehen die Zahlen seit Anfang dieser Woche, seit Bekanntwerden des Atom-Desasters in Japan.

 

So sagt Isabel Wendorf vom unabhängigen Vergleichsportal check24.de: „Im Vergleich zum Februar ist nach der Japan-Katastrophe der Anteil der Wechsel in Ökostrom-Tarife über unser Portal um mehr als 20 Prozent gestiegen.”

Die Vorteile liegen auf der Hand. Für einen Durchschnittshaushalt mit einem Verbrauch von 3500 Kilowattstunden im Jahr ergeben sich Einsparpotenziale zwischen 70 und 120 Euro im Jahr.
Und vor allem kann man mit dem Wechsel einen Beitrag zum Abschalten der Atomkraftwerke leisten. Zwar gibt es bei den meisten Anbietern in der Produktpalette auch Atomstrom, doch der Ökostrom ist bei zertifizierten Betreibern garantiert aus erneuerbaren, also umweltfreundlichen Stromerzeugungsanlagen (meist Wind- oder Wasserkraftwerke). Außerdem verpflichten sich die Anbieter, mit dem erwirtschafteten Geld den Ausbau von Öko-Anlagen zu fördern.

Am besten bewährt haben sich, so die Verbraucherzentrale Bayern, das ok-Power-Label, das Grüne-Strom-Label, die Empfehlungen des Ökoinstitutes Freiburg und die Eco TopTen-Stromprodukte.

Wer ganz sicher gehen will, für den gibt es auch Unternehmen, die grundsätzlich keinen Atomstrom im Angebot haben. Zu ihnen zählen zum Beispiel „EWS”, „Lichtblick”, „Naturstrom” und „Greenpeace Energy”. Näheres dazu unter www.atomausstieg-selber-machen.de.

Und so einfach ist der Wechsel: Zunächst müssen Sie sich einen neuen Stromversorger aussuchen. Dies können Sie zum Beispiel über www.verbraucherzentrale-bayern.de, www.toptarif.de oder www.tarifrechner.ok-power.de. Dort erfahren Sie die Vertragsmodalitäten und die Tarife, die für Ihren Wohnort gelten. Dann müssen Sie ein unterschriebenes Vertragsformular samt Vollmacht zur Kündigung des alten Vertrages an den neuen Anbieter schicken. Der übernimmt alle Formalitäten für den Wechsel. 

Kommentare (1)
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MRZ
19
23:22 Uhr, geschrieben von Anne
Öko-Stromanbieter vergleichen
Ich habe vor einem halben Jahr zum Öko-Strom von Naturstrom gewechselt und fand ehrlich gesagt Seiten wie Check24.de nicht so gut, weil die auch Atomstrom auflisten. Ich habe über www.Naturvolt.de gewechselt, die nur Öko-Stromanbieter vergleicht. Da kann man auch, genau wie bei www.atomausstieg-selber-machen.de, gute informationen finden.
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