Schwer bewachter Star Messi weiht Russlands "Fußballtempel" ein

Der argentinische Nationalspieler Lionel Messi präsentiert in Moskau den offiziellen Spielball der Weltmeisterschaft 2018, den "Adidas Telstar 18". Das Design des Balls ist angelehnt an den original Adidas Telstar, der bei der WM 1970 zum Einsatz kam. Foto: Oleg Shalmer/AP/dpa

Am Samstag steigt im umgebauten Moskauer Luschniki-Stadion die Generalprobe für die WM. Vor der Partie von Gastgeber Russland gegen Vize-Weltmeister Argentinien mit Superstar Lionel Messi trüben Sicherheitsbedenken die Stimmung.

Moskau - Den neuen Ball durfte Lionel Messi schon ausprobieren, übrigens zusammen mit Lukas Podolski. Am Samstag (14 Uhr/MEZ) wird der argentinische Superstar dann als einer der Ersten den Rasen in Russlands umgebautem "Fußballtempel" betreten - vor der offiziellen Einweihung des über 80.000 Zuschauer fassenden Luschniki-Stadions am Ufer der Moskwa wird der 30-Jährige aber unter größtmöglichem Sicherheitsaufwand bewacht.

Seit seiner wie überall auf der Welt umjubelten Ankunft in der russischen Hauptstadt wird Messi von bis zu 40 Sicherheitsleuten auf Schritt und Tritt begleitet. Hintergrund sind auch die Internet-Drohungen der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) Ende Oktober, von denen sich das Team des Vize-Weltmeisters, das im noblen Fünf-Sterne-Hotel Radisson Royal wohnt, aber zumindest nach außen hin nicht beeindrucken lässt.

Bei der Präsentation des WM-Balls "Telstar 18" am Donnerstag zeigte Messi gut gelaunt und zusammen mit Ex-Nationalspieler Podolski, Ex-Bayern Profi Xabi Alonso und den früheren Weltstars Kaka und Alessandro Del Piero ein paar Tricks und lächelte in die Kameras.

Das beste Stadion der Welt?

Sorgen bereitete dem Argentinier nur die Tatsache, dass bei der Auslosung am 1. Dezember im Kreml Spanien in seine Gruppe gezogen werden könnte. Dann nämlich wäre der Weg zu seinem großen Ziel ein gutes Stück steiniger.

Der fünfmalige Weltfußballer will sich bei seiner vermeintlich letzten WM (14. Juni bis 15. Juli) endlich die Krone aufsetzen. Ein großer Titel mit der Nationalmannschaft fehlt Messi in seiner großen Karriere noch. Das Endspiel steigt 2018 ebenfalls im Luschniki-Stadion. Die Arena war in den vergangenen vier Jahren von Grund auf saniert worden und darf sich zu den beeindruckendsten Stadien Europas zählen.

Nur die historische Fassade, durch die der Bau ein wenig an das Berliner Olympiastadion erinnert, wurde zum Teil erhalten. "Es ist ein Symbol für die Weiterentwicklung Russlands", sagte Moskaus Bürgermeister Sergei Sobjanin: "Es ist ein wunderschönes Stadion, das alle Kriterien erfüllt. Ich glaube, es ist das beste der Welt."

Für Moskaus Bürgermeister, der ebenfalls nur mit großem Sicherheitsapparat durch Moskaus Straßen fährt, ist Messi deshalb genau der richtige Gast, um das Stadion zu eröffnen.

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