Alarm in Altschwabing: Vor dem Haus des Kunstsammlers stehen am Donnerstag Feuerwehr, Polizei, Kripo - und ein mysteriöser Aufpasser...

Schwabing - Lange hat man nichts von Cornelius Gurlitt (80) mehr gehört. Der Trubel um seine spektakuläre Bildersammlung ist verflogen, er selbst machte nicht mehr in der Öffentlichkeit von sich reden.

Bis jetzt.

Am Donnerstagnachmittag war wieder Alarm in Altschwabing: Gegen 14.30 Uhr bemerkt eine aufmerksame AZ-Leserin mehrere Wagen mit Blaulicht vor Gurlitts Haus: ein Leiterwagen der Münchner Feuerwehr, ein Krankenwagen, ein Polizeibus und ein Streifenwagen.

Auch dabei: ein schwarzes Auto. "Das gehört der Kripo", sagt ein Passant, der vor dem Haus steht, der Leserin. Er selbst hat ein Auto mit Diplomatenkennzeichen und gibt sich indirekt als Agent aus: "Ich mache das etwas unauffälliger", sagt er nur.

Um 15 Uhr ist der Einsatz wieder vorbei: "Sie kamen mit Rollkoffern raus", sagt die Münchnerin zu az-muenchen.de.

Auf Anfrage bestätigt die Polizei den Einsatz - und auch, dass es um Gurlitt ging. "Angehörige haben uns angerufen", sagt Polizeisprecher Sven Müller. Gurlitt habe "einen Arzttermin nicht wahrgenommen". Bei der Nachschau habe man ihn in seiner Wohnung angetroffen. "Er ist wohlauf, alles ist gut."