Schießanlage in Forstenried Petitionsausschuss unterstützt die Gegner

Die umstrittene Schießanlage im Forstenrieder Park. Foto: Martha Schlüter

Die Bürgerinitiative "Forstenrieder Park ohne Schießanlage" hatte im Februar einen - offenbar erfolgreichen - Termin im Landtag. Jetzt liegt das Protokoll vor.

Forstenried - Am 20. Februar war die Petitionen der Forstenrieder Bürger gegen Umgestaltung der Schießanlage Forstenried/Unterdill Thema im Petitionsausschuss des Landdtags. Dabei konnten die Schieß-Gegner offenbar deutlich machen, dass trotz der Umplanung der Schützengesellschaft Hubertus noch Fragen und Forderungen offen sind.

Etwa die langfristige Absicherung der in einer Kompromissvereinbarung festgelegten zeitlichen Begrenzung der Schießzeiten im neuen Pachtvertrag. Ebenso "Erhaltung und Schutz des Forstenrieder Parks als wertvolles Naherholungsgebiet durch die Reduzierung des Schießlärms im Wald auf maximal 55 Dezibel" und  der "Schutz der Umwelt durch die Sanierung des hoch kontaminierten Bodens der Schießanlage, um mögliche Vergiftung des Grundwassers zu unterbinden". Diese Möglichkeit wird allerdings von Hubertus nach Bodenuntersuchungen strikt verneint.

Der Petitionsausschuss hat nach der Beratung unter anderem beschlossen: Die Staatsregierung solle sich dafür einzusetzen, dass die Bayerischen Staatsforsten den Teil des Vertrags zwischen dem Verein Hubertus und den Bayerischen Staatsforsten offenlegen, der die öffentlichen Interessen und insbesondere die Kompromissvereinbarungen berührt.

An den Verein Hubertus wird appelliert, sich nicht querzulegen. Die Staatsregierung wird außerdem aufgefordert, die Kompromissvereinbarung langfristig abzusichern. Und das Landratsamt wird gebeten, die Lärmproblematik erneut zu prüfen und gegebenenfalls im Interesse der Anwohner und der Erholungssuchenden die Entscheidung zu korrigieren, wonach keine Grenzwerte festgelegt werden.

 

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