Die Ehe des Publikumslieblings der Münchner Staatsoper ist gescheitert. Das Paar hat sich einvernehmlich getrennt.

"Margarete Joswig und Jonas Kaufmann geben hiermit gemeinsam bekannt, dass sie sich getrennt haben.“ So lautet die dürre Meldung auf der offiziellen Homepage des Sängers.

Gestiftet hat die Ehe übrigens indirekt Gärtnerplatz-Intendant Josef E. Köpplinger: Als der in München geborene Tenor und die Mezzosopranistin aus Mannheim am Anfang ihrer Karrieren zusammen am Theater von Saarbrücken engagiert waren, lernten sie sich bei Proben zu einer Inszenierung Köpplingers kennen. 

Joswig und der 44-jährige Kaufmann haben zusammen drei Kinder im Alter von acht, neun und 15 Jahren. Die Familie lebte zusammen in der Nähe von München am Ammersee. Kaufmann deutete in Interviews mehrfach an, dass die zahlreichen internationalen Auftritte sein Familienleben belasten. Während eines längeren Gastspiels an der New Yorker Metropolitan Opera nahm er mit seiner Familie dort eine gemeinsame Wohnung.

Gemeinsame Karriere

Margarete Joswig stellte ihre eigene Karriere als Sängerin zurück und kümmerte sich um die drei Kinder. Auf der 2009 erschienenen CD „Sehnsucht“ des Tenors hat sie einen kurzen Auftritt als Kundry in einem Ausschnitt aus Wagners „Parsifal“.

Kaufmann wurde 1969 in München geboren, wo er auch studierte. Seine ersten Bühnenjahre am Saarländischen Staatstheater in Saarbrücken waren der Anfang zu einer langen Phase als freischaffender Künstler, u.a. in Stuttgart, Hamburg, Frankfurt und Mailand. 2001 begann sein Engagement an der Oper in Zürich, worauf internationale Auftritte in New York, Brüssel, London, Salzburg und Chicago folgten. In der Rolle des Lohengrin debütierte er 2010 bei den Bayreuther Festspielen.

Margarete Joswig studierte Gesang bei Gisela Pohl und Elsa Cavelti an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main. Von 1994 bis 2003 sang sie an den Staatsopern Saarbrücken und Stuttgart. Danach hatte sie Engagements als freischaffende Künstlerin in Palermo, Rom, Paris und Neapel.