DFB-Pokal Favoritensiege für Bundesligisten - Paderborn überrascht

, aktualisiert am 24.10.2017 - 22:47 Uhr
Gladbachs Oscar Wendt (l) und Torschütze Thorgan Hazard jubeln nach dem Treffer zur 1:0 Führung. Foto: Marius Becker/dpa

Tabellenführer Dortmund schafft den höchsten Tagessieg. Auch Frankfurt und Leverkusen siegen letztlich souverän. Dagegen gestaltet sich das rheinische Derby für Mönchengladbach als ausgesprochen knappe Angelegenheit.

Düsseldorf - Mit einem souveränen 5:0 (1:0) beim Drittligisten 1. FC Magdeburg ist Bundesliga-Tabellenführer Borussia Dortmund am Dienstagabend ins Achtelfinale des DFB-Pokals eingezogen. Auch Eintracht Frankfurt hatte mit einem 4:0 (1:0) bei Viertligist 1. FC Schweinfurt 05 wenig Mühe. Im Duell der Zweitligisten unterlag die SpVgg Greuther Fürth dem Bundesliga-Absteiger FC Ingolstadt mit 1:3 (0:0).

Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach steht im Achtelfinale des DFB-Pokals. Beim rheinischen Rivalen Fortuna Düsseldorf siegte das Team von Dieter Hecking am Dienstagabend durch ein Tor von Thorgan Hazard mit 1:0 (0:0). Ohne Probleme weiter kam der FC Schalke 04 mit einem 3:1 (2:0) bei Drittligist SV Wehen Wiesbaden. Noch ein Tor mehr gelang Bayer Leverkusen beim 4:1 (1:0) gegen Union Berlin. Drittliga-Tabellenführer SC Paderborn besiegte den Zweitligisten VfL Bochum mit 2:0 (1:0) und steht damit ebenfalls in der Runde der letzten 16.

FC Ingolstadt kämpft sich ins Pokal-Achtelfinale - 3:1 in Fürth

Der FC Ingolstadt ist nach einem Arbeitssieg gegen die SpVgg Greuther Fürth zum zweiten Mal in seiner Vereinsgeschichte ins Achtelfinale des DFB-Pokals eingezogen. Die Mannschaft von Trainer Stefan Leitl bezwang den fränkischen Zweitligarivalen nach einer Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte am Dienstagabend mit 3:1 (0:0). Youngster David Raum (46.) schoss den Tabellenvorletzten Fürth vor 4925 Zuschauern in Führung. Fast im direkten Gegenzug glich Almog Cohen (48. Foulelfmeter) aus. Ausgerechnet der frühere Fürther und Joker Stefan Lex (83.) sowie noch Alfredo Morales (87.) machten kurz vor Ende den Auswärtserfolg perfekt. Die Schanzer wollen es nun im Achtelfinale besser machen als in der Saison 2013/14. Damals war beim VfL Wolfsburg (1:2) Endstation.

Gladbach besiegt Düsseldorf

Borussia Mönchengladbach hat in einem umkämpften Westderby die Siegesserie von Zweitliga-Tabellenführer Fortuna Düsseldorf gestoppt und das Achtelfinale im DFB-Pokal erreicht. Der Bundesliga-Achte gewann drei Tage nach der 1:5-Pleite gegen Bayer Leverkusen mit 1:0 (0:0) bei den Düsseldorfern, die zuvor in der 2. Liga fünf Siege nacheinander geschafft hatten. Im vierten Pokal-Duell mit Fortuna war es der erste Sieg für den Nachbarn aus Mönchengladbach. Vor 52 500 Zuschauern in der ausverkauften Esprit- Arena erzielte Thorgan Hazard (52.) den Siegtreffer für die Gäste.

Gladbach hatte von Beginn an mehr Ballbesitz, jedoch ohne das Spiel klar zu dominieren. Trainer Dieter Hecking änderte erstmals nach zehn Spielen seine Viererkette in der Abwehr: Tony Jantschke spielte für Jannik Vestergaard und machte sein erstes Saisonspiel auf der rechten Seite, Nico Elvedi rückte dafür in die Innenverteidigung.

Schalke ungefährdet im Pokal-Achtelfinale

Mit einem abgezockten Auftritt ist der FC Schalke 04 ins Achtelfinale des DFB-Pokals eingezogen und seinem Traumziel Berlin einen Schritt näher gekommen. Der Fußball-Bundesligist landete am Dienstagabend im Zweitrundenspiel beim Drittligisten SV Wehen Wiesbaden einen ungefährdeten 3:1 (2:0)-Sieg und blieb im vierten Pflichtspiel nacheinander ungeschlagen. Franco di Santo in der 26. Minute und Guido Burgstaller mit einem Doppelpack (30./53.) erzielten die Tore für den fünfmaligen Cupgewinner von Trainer Domenico Tedesco. David Blacha (76.) besorgte den Ehrentreffer für den Außenseiter.

Die Brita Arena in Wiesbaden war mit 12 566 Zuschauern erstmals seit Jahren ausverkauft - und die Fans des SV Wehen sahen immerhin einen mutigen Auftakt ihres Teams. Die Gastgeber spielten zu Beginn ohne Angst nach vorne und kamen durch den engagierten Angreifer Manuel Schäffler (13.) früh zu ihrer besten Möglichkeit.

Leverkusen mit Mühe weiter

Mehr Mühe als erwartet hatte zwischenzeitlich Bayer Leverkusen trotz des am Ende klaren 4:1 (1:0) gegen Zweitligist Union Berlin. Nationalspieler Julian Brandt (36.) brachte die Hausherren zwar in Führung. Doch kurz nach der Pause gelang Dennis Daube der Ausgleich (46.). Der Argentinier Lucas Alario (58.) sorgte für die erneute Führung. Der Brasilianer Wendell (89.) erhöhte mit einem Foulelfmeter, Charles Aranguiz (90.+2) sorgte mit einem sehenswerten Freistoß für den Endstand. Der Berliner Stephan Fürstner sah in der Nachspielzeit noch die gelb-rote Karte.

Drittligist Paderborn bezwingt auch klassenhöhere Bochumer

Dem SC Paderborn ist eine weitere Überraschung im DFB-Pokal gelungen. Der Fußball-Drittligist besiegte am Dienstagabend in der zweiten Pokalrunde Zweitligist VfL Bochum mit 2:0 (1:0). In der erste Runde hatte Paderborn schon den höherklassigen FC St. Pauli (2:1) bezwungen. Dank der Treffer von Sven Michel (7. Minute) und Massih Wassey (85.) erreichte der Drittliga-Spitzenreiter zum zweiten Mal nach 2004 das Achtelfinale. Bitter für die Bochumer: Felix Bastians (68.) verschoss einen Handelfmeter und Jan Gyamerah sah die Gelb-Rote Karte (70.).

Es war ein verdienter Erfolg für die Mannschaft von Trainer Steffen Baumgart. Die Hausherren waren tonangebend und hätten ihren Vorsprung frühzeitig ausbauen können. Aber Robin Kraußes Kopfball (45.) landete nur am Pfosten und den Schuss von Massih Wassey (47.) lenkte VfL-Torhüter Manuel Riemann soeben noch zur Ecke.

Die Bochumer stemmten sich zwar gegen die Niederlage, jedoch fehlte es dem Tabellen-13. der 2. Liga in der Offensive an Ideen und Durchschlagskraft. Bezeichnend, dass Bastians, der erstmals nach seiner Suspendierung wieder spielte, einen von Felix Herzenbruch verschuldeten Handelfmeter neben das Tor schoss. Und während VfL-Stürmer Dimitrios Diamantakos (83.) an SC-Torhüter Michael Ratajczak scheiterte, traf im Gegenzug Wassey zum 2:0.

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