In der schweren politischen Krise um die Ukraine hat die EU Sanktionen gegen Russland beschlossen. Die EU-Außenminister einigten sich am Montag in Brüssel auf eine Liste von 21 Personen, gegen die Einreiseverbote verhängt und deren Konten gesperrt werden, berichteten Diplomaten. Nähere Details wurden zunächst nicht bekannt.

Brüssel - Als Reaktion auf die von Russland vorangetriebene Abspaltung der ukrainischen Halbinsel Krim belegt die EU 21 Russen und Ukrainer mit Einreiseverboten und Kontosperren. Das teilte der litauische Außenminister Linas Linkevicus am Montag nach einem Beschluss der EU-Außenminister in Brüssel über den Kurznachrichtendienst Twitter mit.

Anzeige

Bei einem von der EU als illegal kritisierten Referendum hatten sich am Sonntag nach Angaben der Krim-Regierung 96,6 Prozent der Teilnehmer für eine Eingliederung in die Russische Föderation ausgesprochen.

Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton sprach zu Beginn des Treffens vom „stärkstmöglichen Signal“ an Russland: „Und das Signal ist, dass wir sicherstellen wollen, dass sie (die Russen) den Ernst der Lage erkennen.“ Die EU bezeichnet die Volksabstimmung auf der Schwarzmeerhalbinsel Krim vom Sonntag über einen Anschluss an Russland als illegal und völkerrechtswidrig.

Umfassende Wirtschaftssanktionen könnten bereits am Donnerstag bei einem Gipfeltreffen der EU-Staats- und Regierungschefs in Brüssel auf der Tagesordnung stehen. Die EU hat sie für den Fall einer weiteren Destabilisierung der Ukraine durch Russland angedroht.