Zwei Tage nach dem Meteoriteneinschlag in Russland setzen Tausende Einsatzkräfte bei eisiger Kälte die Aufräumarbeiten in der betroffenen Region Tscheljabinsk am Uralgebirge fort.

Moskau - An mehr als 1700 der fast 5000 beschädigten Gebäude des Gebiets seien Verglasungsarbeiten erledigt worden, teilte die regionale Zivilschutzbehörde mit.

Demnach waren zur Beseitigung der Schäden nach dem Einschlag des Himmelskörpers vom Freitag weiter rund 24 000 Menschen im Einsatz - bei Temperaturen um die minus 20 Grad.

Nach Angaben der Gesundheitsbehörden suchten erneut rund 90 Menschen nach der Naturkatastrophe medizinische Hilfe. Angaben zu den Beschwerden machten die Mediziner zunächst nicht. Die Zahl der Verletzten wurde nun mit 1240 angegeben, wie die Agentur Itar-Tass meldete. Demnach lagen in dem Gebiet, dessen Zentrum die Millionenstadt Tscheljabinsk ist, noch 40 Menschen in Krankenhäusern.

Der Einschlag des Meteoriten gilt als der folgenreichste seit Jahrhunderten. Astronomen betonten, dass es keinen Zusammenhang gebe zu dem Asteroiden, der am Freitag knapp an der Erde vorbeigerast war. Über die Grenzen von Russland hinaus ist eine Debatte darüber entbrannt, wie künftig ein besserer Schutz vor solchen kosmischen Geschossen zu gewährleisten ist.