Stefan Huspenina war in Schwabing immer mit einem Stand auf Rädern unterwegs. Jetzt ist seine Burgerbraterei sesshaft geworden.

Angefangen hat es mit diesem Pushcart, einer kleinen Imbissküche auf Rädern. Wenn Stefan Huspenina davon erzählt, behauptet er immer, dass hierzulande niemand vor ihm eine solche Schubkarre hatte. „Und weil bislang niemand widersprochen hat”, sagt Huspenina, „gehe ich davon aus, dass das auch stimmt”.

Jetzt ist Huspenina auf dem besten Weg, nach dem ersten Pushcart Deutschlands eine neue Bestmarke aufzustellen. Zumindest werden seine Burger in amerikanischen Internetforen schon als die besten der Stadt gehandelt.

Ruff's Burger heißt der Laden, der ein institutionalisierter Nachfolger von „Eat the Street” ist, jenem Imbissstandl also, mit dem Huspenina in den vergangenen dreieinhalb Jahren jeden Donnerstag auf dem Wochenmarkt an der Münchner Freiheit unterwegs war, wo sich die Warteschlange am Ende für die Kunden aber unerträglich in die Länge zog.

Handgestoppte 46 Minuten seien die Leute einmal gestanden, sagt Alexander Kleinhans, der zusammen mit Huspenina das Burgerlokal betreibt. In den hinteren Reihen sei es aus Frust über das ewige Anstehen mitunter zu kleinen Rangeleien gekommen, erzählt er. Deshalb gab es letztlich keine andere Wahl, als die Infrastruktur des Burgerverkaufs zu verbessern.

In der Occamstraße, vielleicht eine Gehminute von der Münchner Freiheit entfernt, haben Huspenina und Kleinhans deshalb vor ein paar Wochen Ruff's Burger eröffnet. In dem 45 Quadratmeter großen Laden gibt es nun sechs und damit doppelt so viele verschiedene Burger wie früher am mobilen Stand. Zur Wahl stehen unter anderem der Giggly, ein Burger mit gebratenen Balsamicozwiebeln, Chesterkäse und einer angenehm milden Barbecue-Soße (5,20 Euro) oder der Ruff's Burger mit gebratenem Speck und Gorgonzola (5,90 Euro).

Das Fleisch stammt von einer kleinen Metzgerei in Niederbayern und landet als 130-Gramm-Portion auf den Semmeln. Auch die ein oder andere ausgefallene Kreation soll es als Wochenburger geben: einen mexikanischen oder einen mit Pastrami. Zu wild soll es allerdings nicht werden. Experimente mit Granatapfelsoße seien ausgeschlossen, sagt Kleinhans. „Wir wollen schon einen ehrlichen Burger.”

Occamstraße 4, Mo. bis Sa. 11-22 Uhr, www.ruffsburger.de, Tel. 12 59 86 16