Neben den Sport- und Bewegungsprogrammen ist die Physiotherapie ein wesentlicher Bestandteil zur Behandlung von Rückenschmerzen. Die therapeutischen Maßnahmen bestehen vor allem aus Krankengymnastik, Massagen, Warmwasser-Gymnastik, Wärme- und Kältetherapie, Medizinischen Bädern, Gelenkschutz- und Selbsthilfetraining sowie Elektrotherapie.
Eingesetzt wird diese eigenständige Behandlungsform etwa während eines Klinikaufenthaltes, im Rahmen der Rehabilitation oder während der ambulanten Therapie.
Viele Betroffene brauchen physiotherapeutische Behandlung als ständige Ergänzung ihrer Therapie. Ziel der Physiotherapie ist die Verbesserung der Beweglichkeit, die Linderung der Schmerzen, die Begrenzung von Entzündungsreaktionen sowie die Korrektur oder Vermeidung von Fehlstellungen, die etwa das Entstehen einer Arthrose begünstigen können.
Als besonders wohltuend empfinden Rückengeplagte oft Wärme. Anwendungen durch verschiedene Voll- und Teilbäder, mit oder ohne pflanzliche Zusätze, feucht-warme Wickel und warme Packungen regen die Durchblutung an und fördern die Entschlackung. Sie lockern verkrampfte Muskeln, lindern Schmerzen und sorgen für psychische Entspannung. Bäder und andere hydrotherapeutische Maßnahmen werden durch Anwendungen mit Peloiden, also Heilschlamm (Fango) und Heilerde, sowie Moorbädern und -packungen sinnvoll ergänzt. Fangopackungen lindern Nervenschmerzen und rheumatische Beschwerden. Sie können außerdem die Ausbreitung entzündlicher Prozesse im Körper eindämmen.
Elektrotherapie kann ebenfalls Linderung verschaffen. Dabei wird über Elektroden Strom an genau beschriebenen Hautarealen eingesetzt. Schmerzen werden gelindert, die Durchblutung gefördert, die Muskulatur entspannt sich und geschwächte Muskulatur wird gestärkt.