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Roxette in München Hör’ auf dein Herz!

Arno Frank Eser, vom 12.10.2011 16:43 Uhr
Roxette, bestehend aus Sängerin Marie Fredriksson und Per Gessle, beim Deutschlandauftakt ihrer Tournee in München. Foto: dpa
Roxette, bestehend aus Sängerin Marie Fredriksson und Per Gessle, beim Deutschlandauftakt ihrer Tournee in München. Foto: dpa

Das schwedische Duo Roxette begeistert mit Evergreens in der nur halbvollen Olympiahalle

Fantastic, wonderful!“, freute sich Per Gessle, als er die deutschen Fans auf ihre Textsicherheit prüfte und gleich zweimal ganze Strophen singen ließ. Damit hatten Roxette nicht nur bewiesen, dass sie auch eine nur gut halbvolle Olympiahalle handeln können, sondern vor allem auch, dass ihre Songs aus den Achtzigern und frühen Neunzigern heute schon mehr sind als nur Oldies – sie sind Evergreens.

Konkret geht es um die Balladen „It Must Have Been Love“ und später „Spending My Time“ in der Zugabe. Da glitzern die Augen der Konzertbesucher, auch wenn ein Teil von ihnen, damals in den Achtzigern, noch in den Kinderschuhen steckte. Für Gessle und seine Partnerin Marie Fredriksson aber scheint die Zeit stehengeblieben zu sein. Marie wirkt nach ihrer schweren Operation zwar immer noch etwas fragil, kann aber insgesamt dort wieder anknüpfen, wo sie 2002 zwangsweise pausieren musste. Nur ab und zu kneift sie bei hohen Passagen und weicht auf tiefere Töne aus, doch ansonsten wirkt sie recht sicher, auch in ihren Bewegungen.

Die Pop-Rock-Party kann also steigen; und man wundert sich, was sich im Lauf der Zeit doch für eine riesige Menge von Perlen angesammelt hat. Die Höhepunkte sind zweifellos „Sleeping In My Car“, „Fading Like A Flower (Every Time You Leave)“, „Listen To Your Heart“ und natürlich „The Look“. Und bei „Joyride“ gibt’s für die Fans in der Arena überdimensionale Luftballons für alle kleinen und großen Spielkinder.

Die wenigen neuen Songs aus dem aktuellen Album „Charm School“ gehen fast unter; lediglich die Single „She’s Got Nothing On (But The Radio)“ wird höflich begrüßt; man kennt sie schließlich aus dem Radio. Und so bleibt’s im Großen und Ganzen beim fröhlichen Fest der Evergreens. Und bei der Erkenntnis, dass Roxette noch lange nicht weg vom Fenster sind.

 

Kommentare (3)
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OKT
16
15:37 Uhr, geschrieben von TMO
Platzwechsel?
Wäre ein Platzwechsel nicht einfacher gewesen, als gleich die Polizei zu rufen? Die Halle war ja tatsächlich nicht ganz voll, da wäre sicher noch ein freier Platz zu finden gewesen, in der Arena auf jeden Fall. Das Konzert hat übrigens auch nicht mit 45 Minuten Verspätung angefangen, sondern pünktlich mit der Vorband. Wer bei einem Pop/Rock-Konzert auf die Uhr sieht, ist vielleicht wirklich besser in der Philharmonie aufgehoben.
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OKT
13
10:33 Uhr, geschrieben von Adron
Lautstärke bei Roxette
Ich mag es gerne, wenn ich schon auf ein Konzert gehe, etwas zu hören. Wenn es Ihnen zu laut war, empfehle ich, in Zukunft überhaupt keine Konzerte mehr zu besuchen, bzw. auf klassiche Konzerte in der Philharmonie auszuweichen.
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OKT
13
07:50 Uhr, geschrieben von Herbert Schnörer
Roxette Konzert München
Ich besuchte am 10.10.11 das Konzert von Roxette (Rang R4/ Reihe 22 Platz 1und 2, welches mit einer 45 minütigen Verspätung begann. Da die beiden Plätze direkt von einer ca. 6m hohen aufgehängten Lautsprecheranlage bestrahlt wurden und die Lautstärke unerträglich laut war, sodass diese bereits verzerrten und mein Körper vibrierte, verliesen ich und die Gäste in meinem Umfeld die Plätze. Ich ging nach den ersten beiden Liedern daraufhin zur Geschäftsstelle und beantragte dagegen etwas zu unternehmen, da dies gesundheitsschädlich ist und mit einer Gehörschädigung zu rechnen ist. Man stimmte mir zwar zu, dass die Lautstärke intolerabel ist, wies aber darauf hin, dass nichts unternommen werden kann, da von der Geschäftsleitung niemand anwesend ist. Es ist mir schon sehr unverständlich, wieso bei solchen Veranstaltungen niemand verantwortlich zeichnet. Eine Begehung meiner Sitzreihe wurde ebenfalls abgelehnt, mit dem Hinweis, wir wissen, dass es entsetzlich laut ist, aber das Mischpult ist so vom Veranstalter voreingestellt und eine notwendige Anpassung kann nicht vorgenommen werden. Da ein Verbleib für mich und meine Frau so nicht mehr akzeptabel war, ohne unsere Gesundheit zu schädigen verließen wir unter Zeugen das Konzert. Den Hinweis auf bewusste Gesundheitsschädigung nach Mitteilung ließ ich mir im Raum der Geschäftsleitung von einer hinzugezogenen Polizeistreife des Reviers P43 bestätigen. Da ich mehrere Konzerte in der Olympiahalle bereits besuchte, zuletzt von Tina Turner, ist dies ein nicht hinnehmbarer Einzelfall.
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