Region Ost-Ghuta EU-Parlament verurteilt türkische Syrien-Offensive

Blick ins Europaparlament in Brüssel. Foto: Archivbild Laurent Dubrule/EPA/dpa

Das Europaparlament hat die Türkei für ihren Militäreinsatz im Norden Syriens verurteilt. Außerdem kritisieren sie die Verhaftung vieler Kritiker des Vormarschs. 

Straßburg/Brüssel - In einem am Donnerstag gefassten Beschluss warnen die Abgeordneten die türkische Führung davor, die "unverhältnismäßigen Maßnahmen" fortzuführen.

Die Parlamentarier kritisieren in dem Papier zudem die Verhaftung vieler Kritiker des Vormarschs. Die türkische Armee kämpft seit dem 20. Januar in der Region Afrin im Rahmen der "Operation Olivenzweig" gegen die kurdische Miliz YPG. Die Türkei sieht die YPG als Ableger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK und damit als Terrororganisation.

Luftangriffe auf syrisches Rebellengebiet - 36 Tote

Syriens Luftwaffe hatte erneut ein Rebellengebiet nahe der Hauptstadt Damaskus angegriffen und dabei Aktivisten zufolge mindestens 36 Zivilisten getötet.

Bei der heftigen Bombardierung der Region Ost-Ghuta seien 135 Menschen verletzt worden, meldete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Damit seien in den vergangenen drei Tagen bei Angriffen auf Ost-Ghuta mehr als 150 Zivilisten ums Leben gekommen, rund 40 von ihnen Kinder.

Regierungstruppen haben das vor allem von islamistischen Rebellen kontrollierte Gebiet vollständig eingeschlossen. Rund 400 000 Menschen sind fast vollständig von der Außenwelt abgeschnitten. Helfern zufolge ist die humanitäre Lage deswegen dramatisch.

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