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Raus aus der Atomkraft Atomausstieg - das kann jeder selber machen

mh, vom 14.03.2011 16:40 Uhr
Wie sie ganz privat den Atom-Ausstieg schaffen, erklärt die AZ Foto: dpa

Mit dem Bezug vom Ökostrom schlagen Sie der Kernenergie ein Schnippchen.

München -  Es ist möglicherweise ein Ausstieg aus der Kern-Energie in Raten, was Bundeskanzlerin Angela Merkel gestern angekündigt hat. Selbst wenn er wirklich kommen solltet, kann es noch viele Jahre dauern, bis der letzte Atom-Meiler von Netz geht. Doch von heute auf morgen können Sie Ihren privaten Ausstieg bewerkstelligen. Der Aufwand dafür, künftig auf Ökostrom zu setzen, ist gering. Die AZ beantwortet die wichtigsten Fragen:

Wie funktioniert die Umstellung? Zunächst müssen Sie sich einen neuen Stromversorger aussuchen. Dies können Sie zum Beispiel über www.verbraucherzentrale-bayern.de, www.toptarif.de oder www.tarifrechner.ok-power.de. Unter diesen Adressen erfahren Sie die Vertragsmodalitäten und die Tarife, die für Ihren Wohnort gelten.
Dann müssen Sie ein ausgefülltes und unterschriebenes Vertragsformular samt Vollmacht zur Kündigung des alten Vertrages an den neuen Anbieter schicken. Der übernimmt alle Formalitäten.

Wie kann ich das für mich günstigste Angebot für Ökostrom herausfinden?
Bevor sie einen der genannten Tarifrechner benutzen, müssen Sie ihren letzten Jahresverbrauch in Kilowattstunden und die dafür bezahlten Kosten aus der Stromrechnung ablesen. Ihre Postleitzahl sowie der Jahresverbrauch sind die Grundlage für die individuelle Angebotsübersicht.

Woran erkenne ich, dass ein Anbieter tatsächlich Ökostrom liefert? Das ist in der Tat etwas schwierig, vor allem wenn man sich zum ersten Mal mit diesem Thema beschäftigt, weil es eine Vielzahl von Gütesiegeln und Zertifikaten gibt. Laut Verbraucherzentrale Bayern haben sich das ok-Power-Label, das Grüne-Strom-Label, die Empfehlungen des Ökoinstitutes Freiburg und die Eco TopTen-Stromprodukte am besten bewährt.

Was garantieren diese Labels? Der Strom dieser zertifizierten Anbieter stammt aus erneuerbaren, also umweltfreundlichen Stromerzeugungsanlagen (meist Wind- oder Wasserkraftwerken). Außerdem ist gesichert, dass der Anbieter mit dem Geld Öko-Anlagen baut und fördert.

Manche Anbieter vertreiben Öko-Strom, sind aber gleichzeitig Kunden von Atomkraftwerken. Kann ich so etwas ausschließen? Wenn Sie die Atomkraft so grundsätzlich ablehnen, dass der Versorger keine Verbindung zu einem Unternehmen haben darf, das auch einen Tarif mit Atomstrom im Angebot hat, dann sollten Sie sich an die Empfehlungen von www.atomausstieg-selber-machen.de halten. Diese sind „EWS”, „Lichtblick”, „Naturstrom” und „Greenpeace Energy”.

Habe ich wirklich Ökostrom in der Steckdose, wenn ich Ökostrom beziehe?
Nein, natürlich bei keinem der Anbieter, auch wenn sie wie die vier genannten grundsätzlich keinen Atomstrom vertreiben.
Der Strom in Ihrer Steckdose unterscheidet sich nicht von anderem Strom, den ihr Nachbar benutzt, der keinen Ökostrom bezieht. Das ist physikalisch bedingt.
Trotzdem ist die Entscheidung für Atomstrom kein Etikettenschwindel, denn Sie fördern in hohem Maße den Ausbau der alternativen Energiequellen und graben der Atomindustrie das Wasser ab.

Um wie viel teuerer ist Öko-Strom? Die angeblich höheren Preise sind ein altes Vorurteil. Ökostrom lässt sich in (fast) allen Fällen günstiger beziehen als die herkömmliche Energie.

Kommentare (6)
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APR
11
08:18 Uhr, geschrieben von Anonymer Benutzer
Macht was gegen die Atomkraft!
Die Experten streiten sich wieder, was für die Umwelt besser sei. Ausgerechnet jetzt hat US Präsident Obama einen Weiterbau von Atomkraftwerken Vereinigten Staaten von Amerika gefordert. Mit Atomkraft könne man - ohne Kohlendioxid in großen Mengen freizusetzen - Strom erzeugen. Sogar berühmte Ökoaktivisten und selbst Ex-Bundeskanzler warnen vor einem überstürzten Atomausstieg. Atomkraftwerke sind nur wenn etwas schiefgeht gefährlich, Kohlkraftwerke dagegen die ganze Zeit. Egal wie es kommt, wir alle können sofort was beitragen, indem wir den Stromverbrauch senken (und damit auch Kosten sparen). Beim Kochen z.B. spart ein Induktionsherd gegebüberm normalen Elektroherd ungefähr 30 Prozent Energie. Deckel drauf spart 70 Prozent Energie, Schnellkochtopf spart bis zu einem Drittel Energie. Oder ganz einfache Tipps: Passende Topfdurchmesser, Töpfe sollten nicht kleiner sein als die Platte, denn dann geht ungenutzte Energie verloren. Jeder Einzele sollte Strom sparen. Oft sind die, am lautesten nach Klima- und Umweltschutz rufen im kleinen privaten die größten Umweltverschmutzer. <a href="http://www.shop.cookmax.de/produkte/detail/c1/kochgeraete/c2/serie-600/c3/standherde-2/c4/gas-herd-6-brenner-mit-gas-backofen.html">Auf dieser Webseite</a> gibt es noch einige wichtige Tipps, was wir im privaten Haushalt machen können, um den Kampf gegen die Atomenergie zu gewinnen.
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MRZ
15
08:22 Uhr, geschrieben von Anonymer Benutzer
Atomausstieg
Man könnte aber auch sagen, mit dem sog." Ökostrom " maximiert man nur die Gewinne der Vertreiber...... Denn wenn nach wie vor Atomstrom aus der Steckdose kommt, ist das für mich sehr wohl Etikettenschwindel !!!
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MRZ
15
07:53 Uhr, geschrieben von Anonymer Benutzer
woher den Strom nehmen???
Ich glaube jeder ist so vernünftig und weis das Atomstrom nicht die Zukunft ist, dass man nach Alternativen suchen muss. Aber bis jetzt geht es nicht ohne Atomstrom, sollen wir unsere Meiler die zu den sichersten auf der Welt gehören abschalten??? Den Strom den wir zusätzlich produzieren der reicht nie für unseren Verbrauch. Stadessen müssen wir den Strom aus dem Ausland kaufen, aus Polen, Tschechien und Frankreich die alle genau aus diesem Grund an unsere Grenzen Meiler bauen, die bei weitem nicht so sicher sind wie unsere! Wind- und Wasserkraft reichen bei weitem nicht für unseren Bedarf. Photovoltaik ist nicht ausgereift und nicht rentabel (Wirkungsgrad ca. 15%, 4Jahre laufzeit um nur die Produktionskosten zu decken!). Photovoltaik ist nur rentabel weil es fälschlicherweise vom Staat viel zusehr gefördert wird obwohl es genauso wenig ökologisch ist wie Kohlegraftwerke. LIebe Medien, vielleicht können sie auch mal über die andere Seite berichten, nämlich was in Deutschland ohne Atomkraft los ist, sicher, wir müssen weg davon, aber ich denke vor 2030 geht das nie ohne das man sich billigen Atomstrom aus dem Ausland holt wo die Meiler einen viel schlechteren Stand haben. Schwimmen sie nicht immer mit dem Strom, informieren sie die Bürger auch über die andere Seite
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