Ratschläge zur Trauerbewältigung Liebe im Alter: Wenn der Partner stirbt

Der Tod des langjährigen Partners ist wohl das Schlimmste was es gibt. Eine frühzeitige Auseinandersetzung mit dem Thema ist deshalb wichtig. Foto: dpa

Für viele ältere Menschen ist der Tod des Partners das Schlimmste, was sie sich vorstellen können. Doch was gerne so lange wie möglich verdrängt wird, ist leider grausame Realität. Ein frühzeitiges Auseinandersetzen mit dem Thema nimmt die Angst und hilft später, die Trauer besser zu bewältigen.

Kaum ein anderes Thema beschäftigt Menschen so sehr und wird gleichzeitig doch gerne gemieden. Die Rede ist vom Tod. Im Alter nimmt die Bedeutung der Thematik jedoch aufgrund von Krankheiten und der erhöhten Verletzungsgefahr drastisch zu, sodass man sich irgendwann unweigerlich damit beschäftigen muss. Doch meist ist nicht einmal der eigene Tod die schlimmste Vorstellung, sondern vielmehr der eines geliebten Menschen wie dem Lebensgefährten.

Vorkehrungen treffen

Ältere Paare sollten sich daher rechtzeitig über das Thema unterhalten, um dem Hinterbliebenen das Leben etwas zu erleichtern. Sicher hat jeder schon einmal die Erfahrung gemacht: Sobald man über ein furcht einflößendes Thema redet, verliert es einen Großteil seines Schreckens. Paare können sich gegenseitig Mut zu sprechen und den anderen für den Ernstfall somit ein klein wenig wappnen. Vielen Menschen hilft dies, nach dem Tod des Partners schneller wieder zurück ins Leben zu finden.

Doch trotz aller Vorkehrungen ist der Tod nach wie vor ein belastendes Ereignis. Nicht selten fühlt sich der Hinterbliebene, als hätte man ihm den Boden unter den Füßen weggezogen. Häufig kommt es besonders bei älteren Menschen in der Folge zu Depressionen und Angstzuständen, die das Leben in erheblichem Maße beeinträchtigen.

Was gegen die Trauer hilft

Familie, Freunde und Bekannte können in dieser Situation dabei helfen, den Betroffenen von seiner Trauer abzulenken und ihm das Gefühl des Gebraucht-Werdens wieder zu geben. Generell sollte der Betroffene in der ersten Zeit nach dem Todesfall nicht alleine sein. Das Doppelbett, der Küchentisch mit den zwei Stühlen, das Schachbrett – alles erinnert an den verstorbenen Partner. Warum also nicht einfach mal wegfahren? Ein Tapetenwechsel in Form von Kurzurlaub bei Verwandten wirkt beispielsweise belebend und tut den meisten Menschen daher gut.

Auch wenn der Trauerprozess sehr individuell ist und daher bei jedem Menschen anders verläuft, hilft die Zeit in den meisten Fällen doch, das Geschehen zu verarbeiten und somit den inneren Frieden wieder zu finden. Oftmals wollen ältere Menschen nach dem Tod des Partners keine neue Beziehung mehr eingehen, aus Angst, die verstorbene Person zu hintergehen. Doch würde gerade ein neuer Partner eventuell wieder frischen Wind in das Leben bringen.

Wer sich gegen eine neue Beziehung entscheidet, muss aber nicht zwangsläufig alleine bleiben. Gesellschaft kann beispielsweise auch ein Hund leisten. Tiere sind nicht nur gute Zuhörer, sie halten ihren Besitzer außerdem immer auf Trab und geben älteren Menschen so wieder eine Aufgabe. Darüber hinaus bieten Tiere und insbesondere Hunde eine tolle Möglichkeit, raus zu kommen und neue Leute kennenzulernen.

Zu guter Letzt bieten auch zahlreiche Veranstaltungen für Senioren die perfekte Gelegenheit, mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen. In geselliger Runde haben trübe Laune und traurige Gedanken sicherlich keine Chance und nicht selten trifft man hierbei auf Menschen, die sich in einer ähnlichen Situation befinden. Auf diese Weise sind schon oft Freundschaften von ganz besonderer Bedeutung entstanden. Manchmal muss sich erst eine Tür schließen, damit eine andere sich öffnen kann.

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