Viele Besucher des Oktoberfests gehen nach Zeltschluss nicht in die Disco, sondern ins Bordell. Die AZ hat sich im Caesars World umgeschaut.

München - Das Oktoberfest ist auch in Münchens größtem Laufhaus, dem „Caesars World“, angekommen. Gegen Mitternacht, nach Schankschluss, schwappt sie rüber, die Wiesn-Welle.

40 Damen arbeiten hier. Alle sind selbstständig. „Es sind mehr Touristen als sonst“, sagt Ina (alle Namen geändert). Ob die Kunden nun Lederhosen tragen oder nicht, ist ihr egal. „Rein, raus, das war’s“, erzählt sie. Stress mit Betrunkenen habe sie fast nie. Zur Not flüchte sie auf den Flur und winke in die Kamera. Dann komme jemand, der hilft.

Betreiber Jörn Gruber legt Wert auf „Qualität und Service“, sagt er. Seinen echten Namen möchte er nicht verraten. „Schau mal“, sagt er. „Du gehst zur After-Wiesn in die Disko, lernst ein Mädel kennen, musst noch Drinks ausgeben und das Taxi nach Hause zahlen. Das sind 50 Euro.“ Im Ceasars gehe das zum gleichen Preis unkomplizierter: „Zwei Bier an der Theke und dann auf’s Zimmer“.

Caesars World: Wo die wilden Mädchen warten

„Die ersten Gäste kommen auf dem Weg zur Wiesn, die anderen nach Schankschluss“, sagt Gruber. Dann bleiben sie die ganze Nacht – in der Tabledance Bar und auf den Zimmern. Ladenschluss gibt es nicht am Stahlgruberring. Viele Kunden bleiben bis 8 Uhr in der Früh.

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