Polizei stoppt alkoholisierten Raser Betrunken und mit 160 km/h durch die Leopoldstraße

, aktualisiert am 05.09.2017 - 17:25 Uhr
Die Polizei erwischte den Raser mit 160 km/h in der Leopoldstraße, erlaubt sind eigentlich 50. (Archivfoto) Foto: dpa

Das dürfte Konsequenzen für seinen Job haben: Ein betrunkener Berufskraftfahrer wird von der Polizei gestoppt, als er in einem Car-Sharing-Fahrzeug durch die Leopoldstraße rast. Weil er nach der Alkoholkontrolle gleich ins nächste Car-Sharing-Auto einsteigen will, wird er von den Beamten festgenommen - samt Beifahrer.

Schwabing - Nach einem Bummel durch die Schwabinger Kneipenszene stiegen der Berufskraftfahrer und sein Begleiter am Sonntagmorgen in das Auto eines Car-Sharing-Unternehmens. Eine Streife der PI 13 beobachtete, wie der Wagen auf nasser Fahrbahn mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit von der Münchner Freiheit über die Leopoldstraße in Richtung Ungerer Straße raste. Die Polizisten folgen.

Laut Tacho des Streifenwagens fuhr der Münchner in der Spitze mit Tempo 160. Der 24 Jahre alte Beifahrer filmte die Fahrt mit seinem Handy. Auch als die Polizeistreife den Wagen stoppte, filmte der Mann munter weiter. Der Fahrer gab sich zunächst völlig friedlich, stimmte sogar einem freiwilligen Alkoholtest zu. Als die Beamten ihn mit in die Gerichtsmedizin zur Blutentnahme nehmen wollten, dämmerte dem Berufskraftfahrer, dass sein Führerschein in Gefahr sein könnte.

Drei Streifen müssen den Fahrer beruhigen

Der 24-Jährige wehrte sich mit Händen und Füßen, als er in den Streifenwagen einsteigen sollte. Die Beamten riefen zwei weitere Streifenwagen zur Verstärkung. Mit vereinten Kräften gelang es, den Münchner schließlich in die Gerichtsmedizin zu schaffen. Nach der Blutabnahme kündigte der Mann an, er werde sofort in den nächsten Car-Sharing-Wagen steigen und die Fahrt fortsetzen.

Weil der Mann von seinem Plan nicht abzubringen war, verbrachte er die Nacht in einer Ausnüchterungszelle. Auch gegen seinen Freund wird ermittelt. Als die Beamten dessen Handy als Beweismittel beschlagnahmen wollten, leistete er Widerstand.

Falschfahrer und und Krankheit am Steuer

Ordentlich Ärger droht ebenfalls einer 27-Jährigen aus München. Sie hat am frühen Freitagmorgen die Orientierung verloren und war in ihrem Mini in falscher Richtung in den Petueltunnel eingefahren. Die Verkehrszentrale sperrte die Röhre. Die Frau wendete an der heruntergelassenen Schranke und fuhr zurück. Die Polizei nahm sie fest. Ein Alkoholtest verlief negativ. Ihr droht ein Fahrverbot, Punkte in Flensburg und eine Geldbuße.

Ein 79-Jähriger geriet am Sonntagnachmittag im Münchner Norden während der Fahrt mit seinem VW Polo in den Unterzuckerbereich. Der Rentner verlor die Orientierung, fuhr in Schlangenlinien von Freimann durch Garching und Dietersheim bis nach Mintraching – insgesamt mehr als vier Kilometer. Zwischen Dietersheim und Mintraching krachte er in eine Leitplanke. Ein entgegenkommender Autofahrer konnte im letzten Moment ausweichen. Die Polizei stoppte den 79-Jährigen.

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