Im Urlaub in Florida trifft sich EHC-Manager Winkler mit dem Coach. In den USA wird dessen Vertrag verlängert.

München - Dass Manager Christian Winkler und Erfolgscoach Pat Cortina Brüder im Geiste sind, ist bekannt. Neu ist, dass die beiden sportlichen Leiter des EHC München auch noch dasselbe Urlaubsziel ansteuern. „Es ist echt unglaublich. Nach unserem Ausscheiden in den DEL-Playoffs bei den Kölner Haien haben wir uns an einer Tankstelle noch Bier besorgt und dann gemeinsam auf dem Hotelzimmer getrunken. Da redeten wir auch über unsere Urlaube”, erzählt EHC-Manager Winkler, „dabei kam raus, dass wir beide in Florida und auch nur einen Tag unterschiedlich dort Urlaub machen.”

Anzeige

Winkler urlaubt mit Familie in Cape Coral, Cortina mit seinen Familie in Fort Lauderdale. Gerade mal zwei Autostunden trennen die EHC-Macher in den USA. Und deswegen wird man sich auch im Urlaub zu einer Lagebesprechung treffen. Wie die AZ erfuhr, geht es um die vielleicht wichtigste Personalie im Verein – um Cortina. Der Italo-Kanadier hat zwar noch einen Vertrag für die kommende Saison, doch der EHC will seinen Erfolgscoach länger an sich binden. „Das stimmt, wir haben uns bereits in fast allen Details geeinigt. Wir wissen, was wir an Pat haben, er weiß, was er an uns hat. Wir wollen ihn längerfristig an uns binden – und das werde ich in Florida auch tun”, sagt Winkler exklusiv zur AZ.

Cortina wird einen weiteren Zweijahresvertrag erhalten, damit hat sich der EHC die Dienste Cortinas mindestens bis 2014 gesichert. „Ich hätte nie gedacht, wie wichtig ein Trainer für einen Verein sein kann, Cortina hat mich eines Besseren belehrt”, sagte EHC-Gesellschafter Jürgen Bochanski. Cortina selber fühlt sich in München extrem wohl. „Die Einstellung der Deutschen zu Arbeit und Einsatz kommt meiner eigenen sehr nahe”, sagte Cortina.

Auch der Zugang von Jochen Reimer ist bestätigt

Bei der offiziellen Saisonabschlussfeier ging ein Fan auf Cortina zu, meinte, dass Cortina den EHC nicht verlassen dürfe, bis der Verein den DEL-Titel gewonnen habe. Cortina zückte daraufhin einen Kugelschreiber und meinte: „Diesen Vertrag würde ich sofort unterschreiben.” Jetzt setzt er sein Autogramm immerhin unter einen Vertrag bis 2014.

Auch sonst werden sich Cortina und Winkler in Florida um wichtige Personalien kümmern. Schließlich muss der EHC eine neue Defensive aufbauen. „Auf der Torhüterposition sind wir mit Nationaltorwart Jochen Reimer, der bei uns unterschrieben hat, und Sebastian Elwing sehr gut aufgestellt. Aber natürlich müssen wir noch Verteidiger holen”, sagt Winkler.

Bisher stehen mit Stéphane Julien, Felix Petermann, Johan Ejdepalm, und Jens Olsson erst vier Defensivspieler beim EHC München unter Vertrag. Sören Sturm hat ein Angebot bekommen. Rene Kramer und Patrik Vogl erhalten keine neuen Verträge und Kevin Lavallee gab den Münchnern einen Korb, er heuerte bei den Kölner Haien an. Eine Entscheidung, die beim EHC nicht gut ankam. Denn Lavallee entschied sich bei seinem ersten Länderspiel zum Wechsel. Bundestrainer Uwe Krupp, der kommende Saison Teammanager der Kölner ist, lockte Lavallee zu den Haien.

„Kevins Agent hatte uns schon sein Wort gegeben, dass Lavallee bleibt, aber auch er wurde von Kevin überrascht”, sagt Winkler, der Manager des EHC München, „ich war da zu naiv. Ich habe geglaubt, dass ein Wort ein Wort ist, aber das sehen wohl nicht alle so. Ich dachte bisher, die Verquickung der Ämter von Krupp sei kein Problem, ich habe meine Meinung geändert. Die feine Art war das nicht. Aber jeder ist zu ersetzen, Kevin sicher auch.”