Paralympics-Star Verena Bentele besteigt den Kilimandscharo

Siegerpose auf dem Gipfel: Die Ausnahmesportlerin will auch nach der Biathlon-Karriere weiter hoch hinaus. Foto: Joachim Wechner

Die zwölfmalige Paralympics-Siegerin denkt auch nach ihrer Karriere noch lange nicht daran, sich zur Ruhe zu setzen und hat jetzt den mit 5895m höchsten Berg Afrikas bestiegen.

Lindau - Die zwölfmalige Paralympics-Siegerin Verena Bentele ist auch nach dem Ende ihrer Biathlon-Karriere auf der Suche nach dem ultimativen Adrenalin-Kick: In Begleitung einer Bergsteigergruppe der Deutschen Alpin und Kletterschule (DAKS) hat die von Geburt an blinde Lindauerin in Tansania den Kilimandscharo bestiegen, mit 5895 Metern der höchste Berg Afrikas.

Außerdem bestieg Bentele den ebenfalls zum Massiv gehörenden Mount Meru (4500 m), nach eigenen Angaben als erste Blinde überhaupt. „Nach einigen Monaten Arbeit habe ich mir nichts mehr gewünscht, als mich mal wieder so richtig zu quälen“, sagte die 31 Jahre alte Bentele nach ihrer Tour: „Bei mir muss immer alles schnell gehen. Manche Ziele erreicht man aber eher durch Gelassenheit. Das erfährt man nirgendwo besser als am Berg.“

Die frühere Biathlon- und Skilanglauf-Weltmeisterin hat bereits ihr nächstes Projekt im Visier: Im Frühsommer will Bentele in Norwegen den längsten Radmarathon Europas von Trondheim nach Oslo zurücklegen, eine Strecke von 540 Kilometern. Start ist am 22. Juni.

 

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