Vollsperrung der A99 Im Stau gewendet: Als Geisterfahrer durch die Rettungsgasse!

, aktualisiert am 10.11.2017 - 15:33 Uhr
Nachdem der Lkw in den Sicherungsanhänger gekracht war, brannte dieser aus. Die Bilder. Foto: Thomas Gaulke

Folgenschwerer Verkehrsunfall auf der A99 am frühen Freitagmorgen: Weil ein Sattelzug in einen Anhänger der Autobahndirektion gekracht ist, muss die Ostumfahrung in Richtung Salzburg vorerst gesperrt werden.

München - Der Unfall ereignete sich gegen 4:45 Uhr kurz nach der Anschlussstelle Haar. Dort sollte ein Sicherungsanhänger der Autobahndirektion Südbayern den Verkehr an einer Baustelle vom mittleren auf den linken Fahrstreifen umlenken. Der Verkehr auf der linken Spur wurde deswegen auch auf erlaubte 60 Stundenkilometer reduziert.

Aus bislang ungeklärter Ursache übersah ein 49-jähriger ukrainischer Lkw-Fahrer das blinkende Gespann und krachte in den Anhänger.

Bei dem Zusammenprall wurde die Zugmaschine des Sattelzugs vollständig zerstört, der Sicherungsanhänger fing Feuer und brannte schließlich komplett aus. Der Lkw-Fahrer wurde bei dem Crash leicht verletzt und in ein Münchner Krankenhaus eingeliefert. Die Schadenshöhe wird von der Polizei mit rund100.000 Euro beziffert.

Stundenlang war die A99 ab der Anschlussstelle Haar in Richtung Salzburg komplett gesperrt, da aufwändige Bergungsarbeiten nötig waren. Es kam zu langen Staus im Berufsverkehr. Unglaublich: Laut Zeugenaussagen wendeten einige Autofahrer im Stau und fuhren in der Rettungsgasse als Geisterfahrer zur Anschlussstelle Haar zurück.

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