Ost- und Hauptbahnhof Gewalt am Wochenende: Viel Arbeit für die Polizei

Die Polizei hatte am Wochenende viel zu tun. (Symbolbild) Foto: dpa

Die Bundespolizei hatte in den Nächten am vergangenen Wochenende einiges zu tun - unter anderem waren zwei größere Gruppen am Optimol-Gelände aufeinander losgegangen.

Berg am Laim - Es war gegen 4 Uhr früh, als die Polizei in der Nacht zum Samstag zum Optimol-Gelände am Kunstpark Ost gerufen wurde: Zwei größere Gruppen waren aufeinander losgegangen, nachdem sie dort kurz vorher in einer Event-Location einen Streit begonnen hatten. Die Polizei trennte die Gruppen und erteilte rund 50 Platzverweise, die sie eigenen Angaben zufolge teils mittels körperlicher Gewalt durchsetzen musste.

Brüder streiten sich mit Bahnmitarbeitern

Kurz zuvor, gegen 2:40 Uhr, war es am Ostbahnhof nach einem Streit zu körperlichen Auseinandersetzungen zwischen jungen Reisenden und Mitarbeitern der Deutsche-Bahn-Sicherheit (DBS) gekommen. Weil zwei 17 und 18 Jahre alte Brüder aggressiv geworden sein sollen, fixierten Security-Mitarbeiter sie an einer Wand. Eine Streife der Bundespolizei, die auf den Vorfall aufmerksam wurde, mischte sich ein.

Erste Ermittlungen ergaben, dass die DBS-Mitarbeiter dem 18-Jährigen, der aus Bogenhausen stammt, ein Bahnhofsverbot erteilt hatten, das dieser ignorierte. Bei ihm wurde ein Atemalkoholwert von 2,52 Promille gemessen. Er soll zudem einer 21-jährigen DBS-Mitarbeiterin in Gesicht gespuckt und einem anderen Security-Angehörigen Gewalt angedroht haben. Die Bundespolizei hat Ermittlungen wegen Gefährlicher Körperverletzung, Beleidigung und Nötigung aufgenommen.

Ähnlicher Fall am Hauptbahnhof

Am Samstagmorgen gegen 7:30 Uhr kam es am Hauptbahnhof zu einem weiteren Zwischenfall zwischen DBS-Mitarbeitern und einem 43-jährigen Mann, der ein gegen ihn bestehendes Hausverbot ignoriert hatte. Der Mann soll dabei andere, unbeteiligte Reisende beleidigt und DBS-Mitarbeiter geschlagen haben. Gegen ihn wird jetzt wegen Körperverletzung, Beleidigung und Hausfriedensbruch ermittelt.

18-Jähriger schlägt auf Trennscheibe in der S-Bahn ein

In der Nacht zu Sonntag tickte offenbar ein 23-Jähriger aus Eching in der S-Bahn aus: Auf Höhe der Haltestelle Hackerbrücke soll er gegen 2:45 Uhr in Begleitung von drei Personen in einer S1 einen 34-Jährigen, der von zwei Personen begleitet worden war, beleidigt und geschlagen haben. Eine DBS-Streife bemerkte dies und trennte die Kampfhähne. Daraufhin allerdings sollen zwei Begleiter des 23-Jährigen auf die beiden Sicherheitsangestellten losgegangen sein und diese mit Schlägen und Tritten körperlich attackiert haben. Das berichtet die Polizei. Dabei soll einer der drei, ein 18-Jähriger aus dem Landkreis Freising, eine Trennscheibe in der S-Bahn beschädigt haben.

Beim Halt an der Hackerbrücke waren zwei der Tatverdächtigen sowie ein weiterer Begleiter zunächst geflüchtet, später jedoch wieder an den Haltepunkt zurückgekehrt. Dort konnten sie von der Polizei gestellt werden. Bei dem Vorfall erlitt der Zerstörer der Trennscheibe Schnittverletzungen an der Hand. Ein DBS-Mitarbeiter klagte über Brust- und Unterleibsschmerzen. Auch die zweite DBS-Angehörige erlitt durch umherfliegende Splitter leichte Schürfverletzungen. Die Polizei ermittelt jetzt wegen Gefährlicher Körperverletzung.

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