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Olympische Spiele München: Olympia-Bewerbung 2022 ist vom Tisch

dapd, vom 03.12.2011 16:50 Uhr

Eine neue Olympia-Bewerbung ist in München vorerst vom Tisch. Der DOSB behält sich aber eine kurzfristige Bewerbung offen. Staatskanzleichef Kreuzer bedauert diese Entscheidung.

München - München bewirbt sich zunächst nicht erneut um die Austragung der Olympischen Winterspiele. Die Delegierten der Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) bestätigten am Samstag in Berlin den DOSB-Präsidiumsvorschlag, für das Jahr 2022 zunächst keine Bewerbung einzureichen.

Eine erneute Kandidatur Münchens hält sich der DOSB aber grundsätzlich offen.

Bayerns Staatskanzleichef Thomas Kreuzer (CSU) sagte am Samstag in München, die Entschließung sei „schade für das Wintersportland Bayern“. Sie sei aber „in aller erster Linie Sache des DOSB und möglicher Bewerberstädte“ und müsse respektiert werden. Bayern habe die Bewerbung Münchens für Olympia 2018 „wohlüberlegt und aus vollem Herzen unterstützt“, fügte Kreuzer hinzu.

Politische Unterstützung nötig

Die Stadt München war mit ihren Partnern Garmisch-Partenkirchen und Berchtesgadener Land vor vier Monaten mit der Bewerbung um die Olympischen Winterspiele 2018 gescheitert. Den Zuschlag des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) hatte das südkoreanische Pyeongchang erhalten.

Der DOSB begründete seinen Entschluss am Samstag damit, dass zuerst einige grundlegende Fragen geklärt werden müssten. Für die Spiele im Jahr 2022 müssen sich die Bewerberstädte bis Herbst 2013 beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) anmelden.

Das Problem: Zur gleichen Zeit finden Bundestagswahlen sowie in Bayern die Landtagswahlen statt. Wichtig für eine erfolgreiche Bewerbung sei jedoch die breite Unterstützung der Bevölkerung und der Politik. Würden sich zum Beispiel die grundsätzlich olympiaskeptischen Grünen in einer Regierungskoalition befinden, hätte eine Bewerbung wohl kaum Chancen.

Konzept München gesetzt

Außerdem müsse auch beachtet werden, welche Bewerber für die Sommerspiele 2020 auf den Plan treten. Hierbei spielt nach Ansicht des DOSB speziell die Entscheidung der USA eine wichtige Rolle. Den USA werden die größten Chancen bei einer möglichen Bewerbung eingeräumt, egal ob für die Winterspiele 2022 oder für die Sommerspiele 2024.

Grundsätzlich hält sich der DOSB eine kurzfristige Entscheidung für eine erneute Bewerbung Münchens, auch für 2022, offen.

„Tatsache ist, dass, falls sich Deutschland für die Winterspiele bewirbt, das Konzept München, Garmisch-Partenkirchen und Königssee gesetzt ist“, hatte Bach bereits am Donnerstagabend im Anschluss an die DOSB-Präsidiumssitzung in Berlin gesagt.

 

Kommentare (3)
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DEZ
05
12:13 Uhr, geschrieben von Jan
Nicht schlecht
Eigentlich bin ich ja für Olympia. Wenn einem aber dadurch die mediale Dauerpräsenz von Kati Witt erspart bleibt, ist die Meldung eigentlich positiv.
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DEZ
05
08:08 Uhr, geschrieben von Demokrit
Führerprinzip
Erstaunlich ist, dass ein paar Leute im DOSB bestimmen, ob sich eine Stadt bewirbt und der Steuerzahler damit brennen muss. So ist es, die Demokratie gibt es bei uns genausowenig wie anderswo. Die Leute sind einfach abgestumpft.
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DEZ
04
08:27 Uhr, geschrieben von Ich
München: Olympia-Bewerbung 2022 ist vom Tisch
....und es ist auch gut so!...
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