Olympische Bildung Das ist das neue Gymnasium Nord

Bildungslücke geschlossen: Das Gymnasium Nord hat der Standort gebraucht. Foto: Linda Jessen

Zum Beginn des Schuljahres nimmt das neue Gymnasium an der Knorrstraße mit der Sporteliteschule den Betrieb auf.

Am Hart -  Die Glocke zum Unterrichtsbeginn läutet um 8.10 Uhr. Wegen der Entzerrung in den U-Bahnen, wie Stadtschulrätin Beatrix Zurek erklärt. Denn wenn das Gymnasium Nord einmal im Vollbetrieb ist, strömen hier jeden Morgen rund 900 Schüler und etwa 100 Lehrkräfte durch die große Eingangshalle in die vier Trakte der Schule.

Wenn hier in drei Wochen der Unterricht beginnt, werden es noch nicht so viele sein – fünf Klassen der Stufe 5 wird es geben in den Jahrgangsstufen 6 und 7 jeweils drei.

Nach und nach füllen sich dann die Räume, die auch sechs Lernhäuser, einen naturwissenschaftlichen Bereich, einen Judoraum und – wohl mit das wichtigste – eine riesige Sporthalle mit zehn Metern Höhe umfassen.

Hinzu kommen Außenanlagen mit Fitnessgeräten, Basketballfeldern und einer 45 Meter langen Boulderwand. Es riecht ein wenig nach Bundesjugendspielen auf der Tartanbahn, die künftig die Leistungssportler unter den Schülern für das Training nutzen werden.

Denn in das Gymnasium integriert ist eine Sporteliteschule. Besonders talentierte junge Sportler bilden eine Klasse pro Jahrgangsstufe und werden besonders gefördert. Zehn olympische Disziplinen bietet die Schule zu Beginn an.

Optisch ist das Gebäude ruhig gestaltet, Beton, helles Holz, Glas und Blautöne. Lediglich die Werkräume kommen mit einem knallend orangen Boden daher.

Die Trakte sind so angeordnet, dass man meist freie Sicht durch die ganze Gebäudelänge hat, Lichtschächte mit sportlichen Kunstwerken von Stefan Wischnewski und Tageslichtdecken sorgen für natürliches Licht.

Die 65 Millionen Euro, die für das Projekt genehmigt wurden sind auch genutzt worden. Die teils beweglichen Wände lassen Flexibilität zu – auch im Hinblick auf die Entwicklungen bezüglich des G9. Im Gymnasium Nord werden beide Varianten angeboten.

Nach Trudering ist nun das zweite große Projekt der Schulausbauoffensive abgeschlossen. Weitere fünf Standorte sollen bis 2030 bebaut werden. Zuletzt hat die Landesregierung die Bayernkaserne abgesegnet.

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