ÖDP-Rat Ruff fordert ein Kippenverbot für die beliebte Open-Air-Veranstaltung.

MÜNCHEN - Die ÖDP war es, die damals das erfolgreiche Volksbegehren „Für echten Nichtraucherschutz!“ initiierte. Die Folgen sind bekannt: Bayerische Raucher frönen ihrem Laster seither nur noch vor den Wirtshaustüren. Jetzt kommt von der ÖDP ein neuer, münchenspezifischer Vorstoß: Stadtrat Tobias Ruff hat gestern ein „Rauchverbot am Kulturstrand“ beantragt.

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Für alle, die’s in Zeiten von Eis und Schnee schon vergessen haben: Der Kulturstrand war voriges Jahr am Vater-Rhein-Brunnen. Also, wie immer, draußen. Heuer wollen die Urbanauten ihren Sand auf der Corneliusbrücke ausschütten lassen. Geht es nach der ÖDP, soll ihnen künftig zur Auflage gemacht werden, „an allen Zugängen zu ihrem räumlich konzessionierten Bereich im Freien Hinweise auf ein Verbot, dort zu rauchen, anzubringen“. Von den Besuchern müsse eingefordert werden, sich daran zu halten. ÖDP-Mann Ruff findet: Für die Strandbetreiber sollten die gleichen Pflichten gelten wie für Gaststätten-Betreiber.

Er argumentiert so: Zu den Besuchern des Kulturstrands zählen tagsüber auch Kinder, die im Sand spielen. Deshalb sollte dieser auch „wie ein Kinderspielplatz betrachtet werden“. Dort ist das Qualmen laut Gesetz verboten.

Dagegen hält Urbanaut Benjamin David die jetzige Lösung für „prima“: „Es gab keine einzige Beschwerde von Eltern.“ Am Strand stünden viele Aschenbecher und der Sand werde jeden Morgen mit einem feinen Rechen gereinigt.

 

 

 

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