News, Zahlen und Fakten Spieler, Trainer und Erfolge: Das ist der FC Bayern München

, aktualisiert am 29.09.2017 - 12:47 Uhr
Der FC Bayern München - Zahlen und Fakten über den Verein Foto: fcbayern.com/de/

Der FC Bayern München (gegründet im Jahr 1900) ist heute der sportlich und wirtschaftlich erfolgreichste Fußballverein Deutschlands. Mit über 280.000 Mitgliedern ist er zudem der größte Verein der Welt (Stand: Nov. 2016). Alle Zahlen und Fakten zur Vereinsentwicklung finden Sie in der großen AZ-Übersicht.

 

Das Wichtigste in Kürze:
Vereinsname Fußball‑Club Bayern München e. V.
Ort München, Bayern
Gründungsdatum 27. Februar 1900
Vereinsfarben Rot/Weiß
Stadion Allianz Arena (75.000 Sitzplätze)
Präsident Uli Hoeneß
Vereinsmitglieder 284.041 (Stand: Nov. 2016)
Fanclubs/Mitglieder 4.209 / 330.557 (Stand: Nov. 2016)
Vorstand Karl-Heinz Rummenigge (Vors.)
Jan-Christian Dreesen; Andreas Jung; Jörg Wacker
Erfolge

27 x Deutscher Meister
18 x DFB-Pokalsieger
6 x Deutscher Supercup
6 x Ligapokal/Europapokal der Landesmeister
5x Champions League
1x UEFA Cup
1x Europapokal der Pokalsieger
2x Weltpokal
1x Klub-Weltmeisterschaft
1x Europäischer Supercup

Geschichte des Vereins:

Die frühen Anfänge:
Heute ist es kaum zu glauben, aber auch der FC Bayern München fing mal klein an: Nachdem der Verein im Jahr 1900 gegründet wurde, erkämpfte man sich erst eine Vormachtstellung im Raum München, bevor 1920 die erste Süddeutsche Meisterschaft folgte. 1932 feierte der Club die erste 'Deutsche Meisterschaft' der Vereinsgeschichte.

Obwohl die Bayern zuvor den DFB-Pokal gewonnen hatten, mussten sie sich ihren Platz im Oberhaus des deutschen Fußballs erst erkämpfen - denn bei der Gründung der 'Deutschen Fußball Bundesliga' 1963 waren die Roten nur Zuschauer. Erst unter dem legendären Trainer Tschik Cajkovski erkämpfte man sich zwei Jahre später einen Platz in der höchsten Spielklasse.

Der Aufstieg zum internationalen Top-Club:
Der Aufstieg in die erste Liga zog neue Spieler an, die in der Folge eine Ära des Erfolgs einläuten sollten: das "goldene Jahrzehnt" des FC Bayern.

Schon früh fand sich der junge Franz Beckenbauer im Kader der Bayern und gab mit seinem Können einen Vorgeschmack auf das, was in den 1970er Jahren noch kommen sollte.


"Das Goldene Jahrzehnt" mit Spielern wie Gerd Müller, Sepp Maier und Franz Beckenbauer. Foto: fcbayern.com/de/

Mit dem Umzug in das Olympiastadion (1972) und unter der Trainer-Ägide von Udo Lattek eroberte der FC Bayern von München aus ganz Europa: Vier nationale Titel und eine Siegesserie im Pokal der Landesmeister (1974 bis 1976) wurden gekrönt vom Gewinn des Weltpokals. Die entscheidenen Spieler der Zeit klingen auch heute noch jedem Bayernfan in den Ohren: Der bereits angesprochene "Kaiser" Franz Beckenbauer, Paul Breitner, Uli Hoeneß, Karl-Heinz Rummenigge und der "Bomber der Nation" Gerd Müller stehen für die Erfolge der damaligen Zeit.

Das neue Millenium und die größten Erfolge der neueren Zeit:
Auch wenn die Zwischenzeit mit zahlreichen Meisterschafts- und Pokalsiegen keinesfalls erfolglos war, dauerte es noch bis zur Jahrtausendwende, bis die Bayern endlich auch auf der neuen internationen Bühne einen Coup landen konnten: Zwei Jahre nach der verdrängten Champions-League-Finalniederlage in letzter Minute gegen Manchester United (1:2), folgte 2001 der lang ersehnte Champions-League-Titel.


Der langersehnte Triumph: Championsleague-Sieger 2001. Foto: fcbayern.com/de/

Die Ära in der Allianz Arena:
Seit der Spielzeit 2005/2006 finden die Spieler der Bayern in der neu gebauten Allianz Arena statt. Und nicht nur die Spielstätte bekam ein neues Gesicht, auch die Mannschaft wurde runderneuert und mit internationalen Top-Stars besetzt: Arjen Robben, Franck Ribéry, Thiago Alcántara, Javier Martínez und Robert Lewandowski spielen heute neben Jérôme Boateng, Thomas Müller, Joshua Kimmich und Manuel Neuer, den absoluten Weltklasseleuten aus der Deutschen Nationalmannschaft.

Und das mit dem größtmöglichen Erfolg: Erneut brauchte es aber mit dem Championsleague-Endspiel 2010 gegen Inter Mailand und dem "Finale dahoam" schmerzhafte Niederlagen, bis die Leidenszeit in der Spielzeit 2012/2013 mit dem Titelgewinn endete. Das Team um Jupp Heynckes schlug den Erzrivalen aus Dortmund im Wembley-Stadion mit 2:1 und durfte sich anschließend "Triple-Sieger" nennen.


Revanche für das "Finale Dahoam": Champiosleague-Sieger 2013. Foto: fcbayern.com/de/

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Die aktuelle Situation im Verein:

Die Jahre unter Pep Guardiola veränderten die Mannschaft - und brachten nationale Dominanz, aber ohne die ganz große internationale Euphorie. Guardiolas Nachfolger Carlo Ancelotti führte den eingeschlagenen Weg fort, setzte aber auch eigene Ideen um. Die Bayern machten zwar im Mai 2017 die 27. Deutsche Meisterschaft perfekt, doch es blieb bei diesem einen Titel. Im DFB-Pokalhalbfinale war gegen Borussia Dortmund Endstation, in der Champions League scheiterten die Münchner bereits im Viertelfinale an Real Madrid. Nach einem holprigen Start in die Bundesliga-Saison 2017/18 und einer 0:3.Niederlage in der Champions League bei Paris Saint-Germain war dann Schluss für Ancelotti. Der Verein gab am 28. September 2017 die Trennung bekannt. Nachfolger von Carlo Ancelotti wurde interimistisch der bisherige Co-Trainer Willy Sagnol.

Die erste Frauen-Mannschaft des FC Bayern München in der Saison 2016/2017. Foto: fcbayern.com/de/

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Die weiteren Teams der Fußball-Abteilung des FCB:

Neben den Top-Teams von Heren und Frauen gibt es je eine "Zweite Mannschaft" bei den Frauen und Männern sowie eine Jugendabteilung, die vom Ex-Spieler Wolfgang Dremmler geleitet wird. Von der F- bis zur A-Jugend spielen alle Jugend-Teams in der höchstmöglichen Spielklasse.

Andere Sport-Abteilungen des FC Bayern:

Der FC Bayern ist weit mehr als nur Fußball: Auch wenn diese am bekanntesten ist, so finden sich ebenfalls Abteilungen Handball, Schach, Sportkegeln, Turnen, Seniorenfußball, Tischtennis und eine Schiedsrichter-Sparte unter dem Dach des FCB. Neben den Fußballern sorgen in den letzten Jahren besonders auch die Basketballer für Aufsehen. In ihrem Stadion, dem Audi Dome, sind sie in den letzten Jahren von Sieg zu Sieg geeilt und haben mit dem Deutschen Meistertitel nach Jahren harter Arbeit den Gipfel des Erfolgs erreicht.


Im Audi Dome spielen die Basketballer des FC Bayern. Foto: sampics Augenklick

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Die Allianz Arena - Heimstätte des Erfolgs:

Pünktlich zur Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland (2006) wurde mit der Allianz Arena auch die neue Spielstätte des FC Bayern eröffnet. Anfangs fanden 66.000 Zuschauer Platz, mittlerweile wurde das Stadion auf 75.000 Sitze erweitert - bei internationalen Spielen immerhin noch 70.000. Die einzelnen Kacheln der Arena können in unterschiedlichen Farben angestrahlt werden und je nach Anlass das Stadion in das rechte Licht rücken.

Seit dem 25. Mai 2012 beherbergt die Allianz Arena zudem die "FC-Bayern-Erlebniswelt", eine 3.000 Quadratmeter große multimediale Ausstellung mit mehr als 400 Exponaten aus der Geschichte des Vereins.


In der Allianz Arena trägt der FC Bayern seit 2005 seine Heimspiele aus. Foto: Twitter/FC Bayern

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Vorbereitung ist alles - das Trainingsgelände des FC Bayern:

Seit 1949 findet das Training des FC Bayern auf dem Gelände an der Säbener Straße statt. Auf rund 80.000 Quadratmetern schwitzen nicht nur die Bundesliga-Stars, sondern alle Mannschaften bis zur U9 finden dort optimale Trainingsbedinungen vor. Das Greenkeeper-Team mäht, wässert und pflegt die fünf Rasenplätze täglich ab den frühen Morgenstunden. Zusätzlich stehen zwei Kunstrasenplätze und viele weitere Trainingsgeräte zur Verfügung. Damit auch im Winter Outdoor-Training abgehalten werden kann, ist die Hälfte der Plätze mit Rasenheizungen ausgestattet. Damit soll alles getan werden, um die Teams optimal auf den Spieltag vorzubereiten.


Die berühmte Säbener Straße beherbergt das Trainingszentrum des FC Bayern München. Foto: fcbayern.com/de/

Der größte Sportverein der Welt - Die Fans des FCB:

Der FC Bayern München ist nicht nur deutschlandweit, sondern sogar weltweit auf Platz Eins in Sachen Vereinsmitgliedern: Stolze 284.041 Fans sind Mitglied bei den Bayern. Damit hat sich diese Zahl in den letzten 10 Jahren mehr als verdoppelt! Noch höher ist die Anzahl derer, die in den 4.209 Fan-Clubs des FC Bayern organisiert sind: Weltweit werden 330.557 Mitglieder gezählt. Und auch der 2011 gegründete Kids-Club wächst stetig, 40.021 Kinder bilden dort den Nachwuchs der "Roten". Alle diese Fans sorgen stets für tolle Stimmung - ob im Stadion, am Trainingsgelände oder bei der Meisterfeier am Marienplatz (Stand aller Zahlen: Nov. 2016).


Stolze 284.041 Fans sind Mitglied bei den Bayern (Stand: Nov. 2016). Foto: dpa

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Die FC Bayern München AG und der FC Bayern München e.V.:

Seit 2002 ist die Abteilung der Profifußballer aus dem Dachverein herausgelöst und in die FC Bayern München AG umgewandelt worden. Der Vorstandsvorsitzende der AG ist Karl-Heinz Rummenigge, der Aufsichtsratsvorsitzende ist Karl Hopfner. Präsident des e. V. ist seit 2016 erneut Uli Hoeneß.


Vorstandsvorsitzender und Vereinspräsident des FC Bayern München: Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß. Foto: dpa

Die Marke FC Bayern:

Die Marke "FC Bayern München" hat weltweite Berühmtheit erlangt und dadurch Sponsoren auf den Verein aufmerksam gemacht. Zu den Hauptpartnern gehören derzeit die Deutsche Telekom, der Allianz-Konzern und der Sportartikelhersteller Adidas, Fahrzeugpartner der Münchner ist Audi. Gemeinsam halten Audi, Adidas und Allianz etwas weniger als 25% der Aktien der FC Bayern AG. Der Deal mit Telekom als Trikotsponsor bringt den Bayern nach eigenen Aussagen jährlich über 50 Millionen Euro ein.

All dies verschafft dem 'FC Bayern München AG Konzern' große finanzielle Spielräume: Fast 500 Millionen Euro Umsatz (2016) sind in Deutschland unerreicht. Im europäischen Vergleich stehen nur Real Madrid und Manchester United weiter oben im Ranking. Anders als die meisten europäischen Konkurrenten ist dieser Erfolg allerdings nicht auf Pump finanziert, ganz im Gegenteil: zuletzt wies der Klub 405 Millionen Euro an Eigenkapital auf, davon allein 375 Millionen als Kapital- und Gewinnrücklage.

Wenn nötig sind die Bayern also auch in der Lage, auf dem Transfermarkt den ein oder anderen Top-Spieler zu verpflichten.

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