Leiche vom Feringasee ist identifiziert Polizei: "Hoffen, den Täter schnell zu schnappen"

, aktualisiert am 13.09.2017 - 13:13 Uhr
Die Polizei gab am Mittwoch weitere Details zur verkohlten Frauenleiche am Feringasee bekannt. Foto: Thomas Gaulke/AZ-Screenshot/AZ

Am Montag fanden Gärtner eine verkohlte Frauenleiche am Feringasee. Inzwischen ist klar: Es handelt sich um eine 35-Jährige Münchnerin, die seit Sonntagnacht vermisst wurde.

München - Die Identität der verkohlten Leiche vom Feringasee ist am Dienstag festgestellt worden: Es handelt sich um eine 35-Jährige aus München, die ursprünglich aus Sachsen kommt.

Herbert Linder, Erster Kriminalhauptkommissar und Leiter der Münchner Mordkommission gab am Mittwoch weitere Einzelheiten zum Ermittlungsstand bekannt. Demnach konnte die Identität aufgrund der Obduktion in der Rechtsmedizin zweifelsfrei festgestellt werden, anhand einer DNA-Probe und des Zahnschemas.

Zudem ist nun geklärt, dass der Auffindeort der Leiche nicht der Tatort ist. Die 35-Jährige wurde mit einem Fahrzeug an den Feringasee gebracht und dort, mit einem Brandbeschleuniger versehen, angezündet. Aufgrund der Brandeinwirkungen auf die Leiche ist es aber sehr schwer für die Polizei, den genauen Todeszeitpunkt zu bestimmen. "Wir vermuten aber, dass die Leiche in der Nacht von Sonntag auf Montag dort abgelegt wurde", so Linder. Auch etwaige fremde (DNA-)Spuren an der Leiche sind nur äußerst schwer an der Leiche festzustellen.

Das Auto stand verschlossen in Freimann

Auch zum Opfer gibt es weitere Einzelheiten: Die 35-Jährige arbeitete als Advanced-Projekt-Managerin bei einem großen Unternehmen in Nord-Schwabing. Dort, in der Lilly-Reich-Straße, wurde auch am Montag der ordnungsgemäß geparkte und verschlossene 1er-BMW der Frau gefunden.

Auf die Spur der Toten kamen die Ermittler auch, weil am Montagmittag der 32-jährige Lebensgefährte eine Vermisstenanzeige bei der Polizei gestellt hatte, nachdem seine Partnerin in der Nacht nicht nach Hause gekommen war. Er wusste, dass sie sich am Sonntagabend mit einer Arbeitskollegin treffen wollte, so Lindner. Seitdem gab es kein Lebenszeichen mehr.

Mit wem war das Opfer verabredet?

Wer diese Arbeitskollegin ist, ist noch unklar. Auch, ob sich beide tatsächlich getroffen haben, wissen die Ermittler noch nicht. Das große Problem für die Beamten: Bei der Leiche wurden kaum persönliche Gegenstände gefunden, vor allem das Handy der Frau ist verschwunden. Deswegen können auch die Verbindungsdaten und Anrufe nicht bzw. nur schwer ausgewertet werden.

"Wir ermitteln auf Hochtouren, wie immer von innen nach außen", so Linder. Und er gibt sich zuversichtlich, den oder die Täter bald zu fassen. "Wir hoffen, den Täter schnell zu schnappen." Ob es eine heiße Spur gibt, wollte der Mordermittler allerdings nicht sagen. 

Hier können Sie die Pressekonferenz noch einmal sehen:

 

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