Neubau im Viehhof Neues Volkstheater kommt: Ein ambitionierter Zeitplan

So wird das neue Volkstheater aussehen. Foto: AZ

Der Münchner Stadtrat bringt das neue Volkstheater auf den Weg - im Januar werden die Entwürfe öffentlich ausgestellt.

München - Die Vollversammlung des Stadtrats hat mit großer Mehrheit dem Ergebnis des Vergabeverfahrens zum Neubau des Volkstheaters zugestimmt. Noch in diesem Jahr wird dem Unternehmen, der Firma Georg Reisch aus dem schwäbischen Bad Saulgau, der Auftrag erteilt.

Das Volkstheater ist derzeit in beengten Räumen in der Brienner Straße untergebracht, deren Mietvertrag ausläuft. Der Neubau wird im ehemaligen Schlachthofgelände von einem Generalunternehmer errichtet. Das schwäbische Unternehmen wird mit seinem Team aus Architekten und Fachplanern sämtliche Planungs- und Bauleistungen bis zur schlüsselfertigen und termintreuen Übergabe des Bauwerks im Sommer 2021 verantworten.

"Die beauftragte Firma trägt auch sämtliche kalkulierbaren Risiken, die mit dem Projekt einhergehen", heißt es aus dem Rathaus. Wenn es da nicht noch einige hübsche Überraschungen geben wird! Beim neuen Konzertsaal im finnischen Lahti hat ein vergleichbares Verfahren dem Bauunternehmer in die Pleite geführt.

Das Angebot von Georg Reisch habe nicht nur die Jury, sondern auch den Stadtrat überzeugt, so Oberbürgermeister Dienter Reiter. "Damit kann eines unserer ambitioniertesten Kulturbauprojekte rasch realisiert werden".

Im Dezember 2015 beschloss der Stadtrat die Realisierung des Projekts durch einen Generalübernehmer. Daraufhin erstellte das Baureferat das fast 1000 Seiten starke Raum- und Funktionsprogramm, das Kulturreferat entwickelte zusammen mit dem Münchner Volkstheater und dem Kommunalreferat das Nutzerbedarfsprogramm. Auf dieser Grundlage wurde das Baureferat im Juni 2016 beauftragt, ein mehrstufiges, EU-weites Vergabeverfahren durchzuführen; integriert war ein Wettbewerb um die beste städtebauliche, architektonische und technische Lösung.

Bilder des siegreichen Entwurfs hält die Stadt weiter unter Verschluss. Denn die erstplatzierte Lösung darf erst nach Ablauf einer im Verfahren vorgegebenen Frist veröffentlicht werden, in der ausgeschiedene Bewerber Einspruch erheben können. Da kann man nur hoffen, dass sich nicht wieder Stefan Braunfels unter den Bewerbern befand, der mit seiner Klage bereits den Neubaus des Konzertviertels im Werksviertel behindert hat.

Das Baureferat bereitet mit dem Kulturreferat und dem Volkstheater eine Ausstellung vor, die im Januar 2018 im Foyer an der Brienner Straße von Dieter Reiter eröffnet wird.

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