Neonazi-Gruppe setzt sich durch NS-Dokuzentrum: Rechtsextreme dürfen demonstrieren

Rechtsextreme dürfen gegen die Eröffnung des neuen NS-Dokuzentrums demonstrieren. Eine Demo ist für Donnerstagnachmittag geplant. Foto: dpa

Am 1. Mai wird das neue NS-Dokuzentrum eröffnet. Ausgerechnet einen Tag vorher demonstrieren Rechtsextreme gegen ebendiese Eröffnung. Die Erlaubnis dafür hat jetzt ein Gericht erteilt.

München - Die Stadt München ist mit dem Versuch gescheitert, eine Demonstration von Rechtsextremen gegen die Eröffnung des NS-Dokumentationszentrums zu verhindern. Der Initiator der geplanten Demo am Donnerstagnachmittag, ein Neonazi der Gruppe "Die Rechte", setzte sich in zweiter Instanz vor Gericht durch.

"Wir sind sehr enttäuscht über die Entscheidung und können sie nur sehr schwer nachvollziehen", sagte der Münchner Kreisverwaltungsreferent Wilfried Blume-Beyerle. "Die Vorstellung, dass Opfer, die teilnehmen und aus aller Welt anreisen, dass die konfrontiert werden mit einer Neonaziversammlung in unmittelbarer Nähe - das halten wir für unerträglich."

Die Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs beinhalte Aussagen, "die wir nicht nachvollziehen können", etwa, dass dem Tag keinerlei Symbolkraft zukomme. Der 30. April sei der Tag der Befreiung Münchens durch die Alliierten und der Todestag Hitlers, erklärte Blume-Beyerle.

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