Nach tödlichen Unfällen Gibt's bald Absperrgitter und Rettungsschwimmer an der Isar?

Rettungseinsatz an der Marienklausenbrücke: Für einen der vier Studenten kam am Mittwoch jede Hilfe zu spät. Foto: Feuerwehr

Gekenterte Boote, weggespülte oder vermisste Badende – die Rettungseinsätze an Isar und am Eisbach dieses Jahr waren zahlreich, einige endeten tragisch. Die FDP im Stadtrat fordert nun mehr Sicherheitsmaßnahmen.

München – Ein kurzer, kühlender Sprung in den Eisbach, eine Schlauchboottour mit Freunden von Wolfratshausen bis zur Reichenbachbrücke – dass man das den Münchnern einfach nicht verbieten kann, darüber ist man sich bei der Stadt weitgehend einig. Zu viel Münchner Lebensgefühl ginge verloren. Was aber tun gegen die vielen Badeunfälle, die sich jedes Jahr aufs Neue im Stadtgebiet abspielen?

Verbots- und Warnschilder reichen da nicht aus, meint die Fraktion FDP - HUT am Dienstag in einem Antrag an den Stadtrat. Deshalb solle man zusätzliche Präventionsmaßnahmen prüfen. Konkrete Vorschläge: Absperrgitter an Stellen, wo das Baden tatsächlich verboten ist, Rettunsgsschwimmhilfen in regelmäßigen Abständen und freiwillige Rettungsschwimmer, die an kritischen Orten ein Auge auf die Badenden haben. Denn: "Sanktionen und Geldstrafen zeigen sich wirkungslos. Gegen Unvernunft ist keine Schutzmöglichkeit gegeben."

Starker Regen oder geöffnete Speicherseeschleusen lassen die Isar zur Naturgewalt anschwellen. Immer wieder unterschätzen Schwimmer und Bootfahrer die Gefahr. Und auch mit normalem Pegelstand kommt es regelmäßig zu Notfällen und Rettungseinsätzen mit teils tödlichem Ende. Während fünf Schlauchbootfahrer am Samstag bei Schäftlarn nochmal mit dem Schrecken davonkamen, ertrank vergangenen Mittwoch ein 24-jähriger Student an der Marienklausenbrücke weil er von der Strömung in eine Wasserwalze gepresst worden war. 

Die Stadt verhängte daraufhin ein Bade- und Bootfahrverbot, das erst an diesem Mittwoch wieder aufgehoben wurde.

Lesen Sie hier den AZ-Kommentar zum Thema: Baden in der Isar - Gesunder Respekt

 

JETZT LESEN

3 Kommentare

Kommentieren

  1. null