Nach sieben Jahren Psychiatrie Gustl Mollath durfte wählen

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Mollath übergibt Unterstützer-Unterschriften an Staatskanzlei. Foto: dpa

Die Stadt Nürnberg hat dem nach sieben Jahren aus der Psychiatrie entlassenen Gustl Mollath die Teilnahme an der Landtagswahl vom Sonntag ermöglicht. Nach Angaben einer Stadtsprecherin vom Montag habe er in der vergangenen Woche im städtischen Wahlamt die Wahlscheine für die Landtags- und die Bundestagswahl erhalten.

Nürnberg – Da der 56-Jährige derzeit noch keinen festen Wohnsitz hat, war zeitweise unklar, ob er sich an den Urnengängen würde beteiligen können. Der städtische Wahlleiter Wolf Schäfer wollte sich zwar aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht konkret zum Fall Mollath äußern.

Er betonte aber allgemein, dass Kommunen auch Wohnungslosen die Möglichkeit geben müssten, an Wahlen teilzunehmen, sagte er am Montag der Nachrichtenagentur dpa. Sie hätten grundsätzlich Anspruch auf eine Wahlkarte, sofern sie ihren gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland haben – auch wenn sie in der jeweiligen Stadt nicht gemeldet seien. Mollath hatte mehrfach erklärt, das es ihm sehr wichtig sei, an der Landtags- und Bundestagswahl teilzunehmen.

 

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