Nach Rundumschlag Jogi Löw: Heynckes verteidigt den Bundestrainer
dapd, 20.08.2012 11:23 Uhr
Springt Joachim Löw bei: Bayern-Trainer Jupp HeynckesFoto: Getty Images
„Die Kritik an ihm war zu hart": Jupp Heynckes, der Trainer des FC Bayern, hat Bundestrainer Joachim Löw nach dessen verbalen Rundumschlag verteidigt.
München - Bundestrainer Joachim Löw hat nach seinem verbalen Rundumschlag in der vergangenen Woche Unterstützung aus den Spitzen des deutschen Vereinsfußballs bekommen. „Die Kritik an ihm war zu hart. Bei der EM wurden 'Jogis Jungs' am Donnerstag noch von allen geliebt, zwölf Stunden später waren alle nur noch Verlierer“, sagte Bayern Münchens Trainer Jupp Heynckes dem Fachmagazin „kicker“. Auch sein Kollege Jürgen Klopp von Doublegewinner Borussia Dortmund bewertete die aufgekommende Diskussion um Löw als „nicht durchgehend von Sachlichkeit und Fairness“ gespickt.
Heynckes erinnerte daran, „dass Löw mit seiner Mannschaft eine überragende und überzeugende EM-Qualifikation gespielt hat. Und bei der EURO gab es vier Siege in Folge und dann erst die Niederlage im Halbfinale“. Auch Bayern-Präsident Uli Hoeneß hatte Löw für seinen Gegenschlag gegen die aus seiner Sicht teils polemische mediale Kritik bereits gestützt und vor zu viel „Schwarz-Weiß-Malerei“ in Deutschland gewarnt.


na klar
Sicher verteidigt er seinen Nachfolger. Es soll ja ein weicher Übergang werden.
@ SRG2012
Ich habe dir ja schon zugestimmt, klar war die Italien-Taktik/Aufstellung richtig mies. Ein Schweinsteiger hätte nie spielen dürfen, Podolski war völlig außer Form, Özil als Rechtsaußen total verschenkt und dass Gomez gegen defensivstarke Mannschaften nicht zurechtkommt, hat man schon gegen Dänemark beobachten können. Natürlich darf man auch Hummels' stümperhaftes Zweikampfverhalten und Lahms vogelwildes Stellungsspiel vor den beiden Gegentoren nicht vergessen. Ich denke/hoffe, dass alle Beteiligten aus dieser Niederlage gelernt haben und man das als ultimative Lerneinheit begreifen kann, da das Team (niedrigster Altersschnitt im Turnier) ja doch noch sehr jung ist. 2014 dagegen zählen keine Ausreden mehr, wenn man da nicht mit dem Pokal nach Hause kommt, werden die Verantwortlichen auch die Konsequenzen ziehen müssen.
@ Feierbiest: Du bist auf die Ablenkung Löws hereingefallen
Wenn man so unnötig und aufgrund gravierender Fehler ausscheidet, wie Deutschland gegen Italien, dann ist doch klar, dass insbesondere die Blödzeitung, also die Bild, alle möglichen Themen hochkocht, vom Verwöhnthema bis zum Singen der Hymne. Das legt sich dann nach wenigen Tagen wieder. Aber Löw kam dann letzte Woche bei der Pressekonferenz und hielt einen halbstündigen Monolog ab, in dem er sich fast nur auf diese Nebenkriegsschauplätze konzentrierte und ihnen so eine Bedeutung zukommen ließ, die sie gar nicht hatten. Warum machte er das so? Meiner Meinung nach wollte er von gravierenden eigenen Fehlern bei der EM und vor allem beim Italien-Spiel und von Fehlern der Spieler ablenken. Denn erwartet hatten wir Fans doch eine ausführliche und überzeugende sportliche Analyse des EM-Aus, die Löw mit seinem Team angeblich gemacht hat. Dann aber muss Löw das in den Vordergrund stellen und kann dann zu einem kleineren Teil auf Randthemen eingehen. Im Übrigen finde ich es nicht gut, dass zu viele Spieler die Hymne nicht singen, was es so bei keiner anderen Nation gibt. Es sind alles deutsche Statasbürger und mit dem Singen der Hymne bekennt man sich zu seinem Land und macht deutlich, dass man auch für sein Land spielt und ein Land vertritt. Warum ein deutscher Staatsbürger die Hymne des eigenen Landes nicht singt, verstehe ich nicht. Von einer Singpflicht halte ich nichts, aber wenn so viele Spieler nicht mitsingen, ist das nicht in Ordnung und schwer erklärbar.